01. Tag, Deutschland - Lomé
Gegen Abend Ankunft in Lomé. Transfer zum Hotel. Übernachtung.
02. Tag, Lomé - Lac Togo - Aného - Lomé
Am Morgen verlassen wir Lomé und fahren zunächst nach Togoville. Hier wurde 1884 der Schutzvertrag zwischen König Mlapa und Gustav Nachtigall, dem Vertreter des deutschen Kaiserreichs geschlossen. Anschließend fahren wir weiter nach Aného, der ersten Hauptstadt Togos. Zahlreiche Kolonialbauten prägen auch heute noch das Stadtbild. Am Nachmittag erkunden wir Lomé. Bei einer Stadtrundfahrt, besichtigen wir das Nationalmuseum und erleben auf dem berühmten Fetischmarkt ein unglaubliches Angebot an Kuriositäten. Knochen in verschiedenen Größen, Affenschädel, Vogelköpfe, Tierfelle, Schlangenhäute, aber auch Kaurimuscheln, Zwillingsfiguren und „Donnersteine“ werden hier angeboten. Abendessen und Übernachtung in Lomé.
03. Tag, Lomé - Atakpame - Kpalimé
Nach dem Frühstück brechen wir auf nach Atakpame, die ehemalige Residenzstadt der deutschen Gouverneure. Hier befand sich auch die Telegraphenstation, die für einen direkten Kontakt zwischen dem heutigen Namibia, Togo und Berlin gesorgt hat. Die Reste der Relaisstation haben immer noch beeindruckende Ausmaße. Unsere nächste Station ist Anié, 26 Km nördlich von Atakpamé gelegen, im Land der Kabyé. Anié ist bekannt für seine Fetische. Von Anié wenden wir uns wieder nach Süden und gelangen durch eine wunderschöne Hügellandschaft nach Kpalimé. Das heutige Kunsthandwerkszentrum war schon bei den deutschen Kolonialherren aufgrund seiner Höhenlage ein beliebtes Ausflugsziel. Abendessen und Übernachtung.
04. Tag, Kpalimé - Ho - Akosombo
Am Morgen verlassen wir Kpalimé und fahren zunächst bis zur Grenze von Ghana. Nach dem Erledigen der Grenzformalitäten geht es dann weiter nach Ho. Der Verwaltungsbezirk Ho war Teil der deutschen Kolonie Togoland und wurde wegen der günstigen Lage zwischen den bewaldeten Bergen und der Küstenebene von den deutschen Kolonisten zur Verwaltungshauptstadt gewählt. Von hier geht es weiter nach Akosombo in die Region Volta. Hier wurde der Voltafluss zum größten künstlichen Binnensee Afrikas aufgestaut, der das heutige Ghana mit Strom versorgt. Wir besichtigen den riesigen Staudamm und unternehmen eine Bootsfahrt auf dem Stausee. Abendessen und Übernachtung.
05. Tag, Akosombo - Kumasi
Von Akosombo geht unsere Fahrt weiter nach Kumasi, der Hauptstadt des ehemaligen Ashantireiches. Die Gründung des Ashantireiches erfolgte um 1670. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte dehnten die Ashanti ihren Einflussbereich bis in den heutigen Nachbarstaat Elfenbeinküste aus. Mit den Holländern in El Mina und den Preußen in Großfriedrichsburg betrieben die Ashanti einen lukrativen Handel mit Gold und Elfenbein und waren auch am Sklavenhandel beteiligt. Nach dem Verkauf der holländischen Besitzungen an die Briten weigerten sich die Ashanti, sich dem britischen Empire zu unterwerfen. Sie leisteten erbitterten Widerstand und unterwarfen sich erst nach vier verlustreichen Kriegen dem Empire. 1900 wurde die Kolonie in Goldküste umbenannt. In Kumasi besichtigen wir das Kumasi Fort, das Manhyia Palace Museum mit prachtvollen Exponaten an Ashantigoldschmuck und das Ashanti Kulturzentrum mit Museum. Abendessen und Übernachtung.
06. Tag, Kumasi - El Mina
Auf unserem Weg an die Küste legen wir einen Stopp in Obuasi ein. Das Goldfeld von Obuasi ist die reichste Goldmine Ghanas und die neuntgrößte der Welt. Die Gegend wurde einmal als die reichste Quadratmeile Afrikas bezeichnet. Am Nachmittag erreichen wir El Mina. St. George's Castle (El Mina Castle), wurde 1482 von den Portugiesen als erster Handelsstützpunkt an der Küste Schwarzafrikas erbaut und ist das erste von weißer Hand erbaute Gebäude auf dem schwarzen Kontinent. Wir besichtigen die Gefängnisse für weibliche und männliche Sklaven, die Auktionshalle und die Gemächer des Gouverneurs. Anschließend Fahrt ins nahe Cape Coast. Cape Coast Castle war Sitz der englischen Kolonialregierung und dient heute als Museum, in dem die Geschichte der Sklaverei dokumentiert ist. Abendessen und Übernachtung.
07. Tag, El Mina - Großfriedrichsburg - El Mina
Im Jahre 1682 sandte der Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg die erste Expedition zur Gründung einer afrikanischen Kolonie an die Küste Westafrikas. Großfriedrichsburg wurde aus mitgebrachten Ziegeln aus Brandenburg erbaut. Die Festung erhielt eine Armierung von 44 Kanonen. Unter der Mannschaft waren ausgesuchte Handwerker wie Schuster, Zimmerleute, Schneider und Schmiede. Mit den einheimischen Stämmen der Umgebung wurden Schutzverträge abgeschlossen. Gehandelt wurde mit Gold und Elfenbein und auch mit Sklaven. Friedrichs Sohn, der Soldatenkönig, hatte kein Interesse an den kolonialen Ambitionen seines Vaters und verkaufte Großfriedrichsburg im Jahre 1717 an die Holländer. Seit 1979 gehört Großfriedrichsburg - wie andere Forts an der Küste Ghanas - zum Weltkulturerbe. Nach einer ausführlichen Besichtigung von Großfriedrichsburg kehren wir wieder nach El Mina zurück. Abendessen und Übernachtung.
08. Tag, El Mina - Accra - Douala
Heute fahren wir nach Accra, der Hauptstadt Ghanas. Im Vorort Teshi machen wir einen Besuch bei den legendären Sargherstellern. Je nach Beruf kann man sich hier den passenden Sarg bestellen, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und mittlerweile sind diese originellen Särge weit über Ghana hinaus bekannt geworden. Hier werden uns auch die Unterschiede in der afrikanischen Einstellung zu Tod und Ahnen deutlich vor Augen geführt. Am Nachmittag besichtigen wir das Nationalmuseum. Anschließend Transfer zum Flughafen und Flug nach Douala in Kamerun. Nach der Ankunft und den Einreiseformalitäten Transfer zum Hotel. Abendessen und Übernachtung.
09. Tag, Douala - Buea - Limbe
Am 3. Juli 1885 trifft der erste Gouverneur des Deutschen Reiches in Kamerun ein. Im Februar 1887 wird im heutigen Douala eine Postagentur eröffnet, die erste in Afrika überhaupt. Am Morgen besichtigen wir Douala, und fahren anschließend weiter, zunächst bis Buea. Der Ort liegt auf einer Höhe von 1000 m am Fuße des Mount Cameroon. Wegen des gesunden Klimas wurde der Gouverneurssitz von Douala nach Buea verlegt. In Buea wurde auch ein Erholungsheim für kranke Kolonialbeamte gebaut. Eine Sennerei mit 60 Allgäuer Kühen, ebenso vielen Schweinen und einigen Ziegen wurde eingerichtet. Wer in Victoria oder in anderen Orten am Fuße des Lobagebirges erkrankte, wurde auf einer Sänfte nach Buea gebracht, um sich dort bei „kühler Luft, frischer Milch und gesundem Gemüse“ wieder zu erholen. Wir besichtigen den alten Gouverneurspalast, die BismarckStatue und den Friedhof. Anschließend fahren wir weiter nach Limbe am Antlantik. In Limbe besichtigen wir das Limbé Wildlife Centre (LWC). Das LWC ist eine Auffangstation für Gorilla- und Schimpansenwaisen, die Opfer von Wilderei und Tierhandel wurden. Die urwaldbedeckten Hänge des Kamerunberges beherbergen eine unvergleichliche Artenvielfalt, darunter Nigeria-Schimpansen, Preuss Meerkatzen, Waldelefanten, Zwergkrokodile und Gorillas. Das LWC betreibt seit Jahren ein intensives Aufklärungs- und Umweltbildungsprogramm das sich an die Besucher des LWC und an die lokale Bevölkerung wendet. Das Projekt hat den Schutz der in Kamerun lebenden westlichen Flachlandgorillas und der besonders bedrohten Cross-River Gorillas zum Ziel. Nach einem umfangreichen Besuch des LWC geht es weiter zu unserem Hotel. Abendessen und Übernachtung.
10. Tag, Limbe - Bamenda
Am Morgen unternehmen wir einen Spaziergang durch den botanischen Garten von Limbe und brechen anschließend auf Richtung Bamenda. Die Fahrt führt durch traumhaft schöne Landschaften. In Bamenda besichtigen wir das Fort aus der Kolonialzeit, mit sehr gut erhaltenen Ziegelbauten. Neben dem Fort ist das Gebäude des ehemaligen deutschen Bezirksamtes, heute Sitz des hiesigen Gouverneurs. Hinter dem Fort führt ein kleiner Pfad hinab zum deut-schen Friedhof mit Gräbern und Inschriften, die an kriegerische Auseinandersetzungen erinnern. Abendessen und Übernachtung in Bamenda.
11. Tag, Bamenda - Bafut - Foumban - Koutaba
Nach dem Frühstück unternehmen wir einen Ausflug zur Chefferie von Bafut. Der Fon (König) der bedeutendsten und sehr sehenswerten Chefferie entlang der gesamten Ringroad ist der oberste Würdenträger der Bafut – Ethnie. Ein ausgeprägtes Ahnenwesen mit Geheimgesellschaften charakterisiert die Kultur der meisten Grasland- Völker. Das Ahnenhaus, aus Bambus, ist den verstorbenen Königen geweiht und darf nur vom Fon selbst oder einem seiner Würdenträger betreten werden. Auffällig ist das große Gästehaus, das von den Deutschen während der Kolonialzeit erbaut wurde. Wenn der Fon im Palast anwesend ist, werden wir eine Audienz erhalten. Ein Maskentanz wird für uns aufgeführt. Nach unserem Besuch von Bafut geht die Fahrt weiter entlang der sehr schönen Ringroad nach Foumban. Wir erkunden den Sultanspalast von Foumban mit dem sehr gut ausgestatteten Museum. Mit etwas Glück erhalten wir eine Audienz beim Sultan, dem 18. in direkter Erbfolge der Dynastie Bamoun seit dem 14. Jahrhundert. Berühmt wurde sein Vater, König Njoya, der viel für die Entwicklung des Handwerks, der Kunst, der eigenen Schrift und damit der Erhaltung der Geschichte des eigenen Landes geleistet hat. Wir besichtigen das Tam-Tam-Haus, in dem eine mehrere Meter lange Trommel aufbewahrt wird, die zum letzten Mal im vorigen Jahrhundert - dazu diente, den Kriegszustand auszurufen und die Soldaten herbeizutrommeln. Der Sultanspalast selbst wurde 1917 fertiggestellt und nach dem Vorbild des Gouverneurspalastes in Buea gebaut. Das Palast Museum ist das interessanteste Museum Kameruns. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel in Koutaba. Abendessen und Übernachtung.
12. Tag, Koutaba - Foumban - Yaounde
Nach dem Frühstück brechen wir auf in die Hauptstadt Yaounde. 1889 kamen die Deutschen von Kribi aus und gründeten hier eine Militärstation. Später folgten Verwaltung und einige Handelsfirmen. Der Name Yaounde ist eine Verballhornung des Wortes „Ya Owondo“ und bedeutet die Erdnussesser. So wurden die Bewohner des Dorfes Ongala von den Trägern der deutschen Expedition etwas scherzhaft genannt. Curt von Morgen, der Leiter der Expedition, machte daraus das etwas preußischer klingende Jaunde. Yaounde wurde eine wichtige Station auf dem Weg vom Atlantik nach Osten und zu den Fulbe Ländern im Norden. Wir unternehmen eine Stadtrundfahrt und besichtigen auch das Benediktinerkloster Mont Fébé mit einem sehenswerten Museum. Abendessen und Übernachtung.
13. Tag, Yaounde - Kribi
Am Morgen setzen wir unsere Reise Richtung Süden fort. Wir machen einen kurzen Stopp in Edea, das 1885 von einem Hamburger Kaufmann als Handelsposten gewählt wurde. Etwas später wurde hier eine katholische Mission gegründet. Nach unseren Besichtigungen in Edea geht es weiter nach Kribi. Kribi war einst Bezirkshauptstadt in der Kolonie Kamerun und bestand aus den Dörfern Loome, Tale, Enugu und Bougamuwe. Es verfügte außerdem über ein Zollamt, eine Postagentur und eine katholische Mission der Pallotiner mit einer großen Kirche und einer Schule. Die Dampfer der Woermann – Linie liefen Kribi zweimal pro Monat an. Abendessen und Übernachtung in unserem Hotel direkt am Atlantik.
14. Tag, Kribi
Am Morgen Besichtigungen in Kribi. Am Nachmittag können wir uns am Strand erholen oder einen Ausflug zu einem nahen Pygmäendorf und einem Wasserfall unternehmen. Abendessen und Übernachtung in unserem Hotel.
15. Tag, Kribi - Douala - Rückflug
Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen von Douala. Rückflug.
16. Tag, Ankunft in Deutschland