01. Tag, Sa: Deutschland - Cotonou
Am Abend Ankunft in Cotonou. Transfer zum Hotel. Übernachtung.
02. Tag, So: Ausflug nach Grand Popo
Nach dem Frühstück fahren wir entlang der Küste nach Grand Popo (80 km). Die von Kokospalmen gesäumten feinen gelben Sandstrände gehören zu den schönsten Benins. Die Stadt Grand Popo liegt nicht weit von der Grenze zu Togo. Am späten Nachmittag geht es wieder zurück nach Cotonou. Abendessen und Übernachtung.
03. Tag, Mo: Ouidah - Ganvié
Am Vormittag fahren wir nach Ouidah, der Wiege des Voodookults. Die Riten stammen aus dem alten Dahomey und sind auf einen Schlangenkult zurückzuführen, eine spezifische Form der Ahnenverehrung. Dabei spielt die mythische Regenbogenschlange Dangbé eine wichtige Rolle, der der Python-Tempel geweiht ist. Mutige können sich hier mit einer Python um den Hals fotografieren lassen. Wir besuchen das Ethnographische Museum, das im alten portugiesischen Fort untergebracht ist und den „Heiligen Wald“. Anschließend fahren wir weiter durch Feuchtsavannengebiet nach Ganvié. Dort besichtigen wir die größte Pfahlbausiedlung Afrikas. Die Einwohner betreiben ausschließlich Lagunenfischerei und führen in den aus Balken und Palmrippen konstruierten und mit dickem Schilfdach bedeckten Häusern ein sehr bescheidenes und anspruchsloses Leben. Abendessen und Übernachtung nochmals in Cotonou.
04. Tag, Di: Ouidah - Voodoofest
Alljährlich findet in Ouidah am 10. Januar das große Voodoofest statt. Zu diesem Anlass versammeln sich Voodoopriester und Fetischisten aus allen Regionen Westafrikas und zelebrieren ihre magischen Kräfte. Das Voodoofest ist ein lokales Großereignis - Menschen aus dem ganzen Land strömen herbei, um sich durch den Voodoo vor bösen Geistern zu schützen. Wir werden die verschiedensten Zeremonien bestaunen und faszinierende Momente erleben. Abendessen und Übernachtung nochmals in Cotonou.
05. Tag, Mi: Abomey - Parakou
Weiterfahrt nach Abomey, der einstigen Hauptstadt des Fon-Königreiches Dahomey (ca. 220 km). Wir besichtigen den Königspalast (UNESCO-Weltkulturerbe), in dem eine bedeutende Kunstsammlung und das historische Museum untergebracht sind. Königliche Insignien und Juwelen sowie zahlreiche Kultgegenstände sind dort ausgestellt. Im Thronsaal wird der mit Menschenschädeln geschmückte Sitz von König Ghezo gezeigt. Auf der Fahrt nach Norden wird die Vegetation immer spärlicher. Langsam geht die Feuchtsavanne in Trockensavanne über. Gegen Abend erreichen wir Parakou (ca. 290 km). Abendessen und Übernachtung.
06. Tag, Do: Parakou - Natitingou
Auf landschaftlich schöner Strecke geht es in Richtung Natitingou, dem größten Ort im Land der Somba. Die Somba sind berühmt für ihre doppelstöckigen Lehmburgen (Tata), die wir am folgenden Tag sehen werden. Unterwegs unternehmen wir einen Abstecher zu den Taneka, einem kleinen Volksstamm, der zurückgezogen südlich von Natitingou in einer Hügellandschaft lebt. Vielleicht haben wir das Glück, eine Voodoo-Zeremonie erleben zu können. Gegen Abend erreichen wir Natitingou (ca. 250 km). Abendessen und Übernachtung.
07. Tag, Fr: Land der Somba
Nach dem Frühstück fahren wir in die Atakora-Berge. Die Somba, oder auch Tamberna genannt, haben sich ihre traditionelle Lebensweise noch weitgehend erhalten. Sie wohnen in befestigten Lehmhäusern in der Form von kleinen, meist zweistöckigen Burgen. Seit Jahrhunderten leben sie in der schwer zugänglichen Region und sind dadurch vielen äußeren Einflüssen entkommen. Die Gehöfte liegen meist weit voneinander entfernt, dazwischen breiten sich Baumwollfelder und Plantagen aus, aber auch Wald. Wir besichtigen ein Somba-Gehöft. Am späten Nachmittag Rückfahrt zu unserem Hotel. Abendessen und Übernachtung.
08. Tag, Sa: Natitingou - Ouagadougou
Nach dem Frühstück beginnen wir unsere Fahrt über Piste zur Grenze Benin/Burkina Faso. Nach Erledigung der Grenzformalitäten geht es weiter in die Hauptstadt Ouagadougou (ca. 480 km). Besuch des Handwerkszentrums mit Kunstschmieden, Lederverarbeitern, Batikkünstlern und Holzschnitzern. Abendessen und Übernachtung.
09. Tag, So: Ouagadougou - Tiébélé - Pô
Nach dem Frühstück verlassen wir Ouagadougou und fahren Richtung Süden. Durch den Nationalpark Kaboré erreichen wir das Land der Gourounsi. In Tiébélé haben wir Gelegenheit, die auf einzigartige Weise bemalten Lehmbauten zu bewundern. Als Motive dienen geometrische Muster, aber auch stark stilisierte Tierabbildungen. Abendessen und Übernachtung in einem einfachen Hotel in Pô (ca. 150 Tageskilometer).
10. Tag, Mo: Pô - Tamale
Heute fahren wir zunächst zur Grenze Burkina Faso/Ghana. Nach Erledigung der Grenzformalitäten geht es weiter nach Bolgatanga. Hier hat die Kunst des Strohflechtens eine lange Tradition. Seit Jahrhunderten stellt das Volk der Fra-Fra Behältnisse aus getrocknetem Savannengras her: zur Aufbewahrung von Schmuck und Zeremoniengegenständen, aber auch für Tabak, Gewürze und Lebensmittel. Nach einem kurzen Stop fahren wir weiter nach Tamale (ca. 240 km). Die Verwaltungshauptstadt der Northern Region wird wegen ihrer stattlichen Alleen mit großen Bäumen auch ‚Gartenstadt‘ genannt. Falls zeitlich möglich bummeln wir über den sehenswerten Markt. Abendessen und Übernachtung.
11. Tag, Di: Tamale - Kumasi
Nach dem Frühstück fahren wir weiter in Richtung Süden. Unterwegs überqueren wir zweimal den Voltafluss, mit ca. 1600 km der drittlängste Fluss Westafrikas. Wir erreichen Kumasi, Hauptstadt der Ashantiregion und kulturelles Zentrum Ghanas (ca. 360 km). In Kumasi besuchen wir das Manhyia Palace Museum mit prachtvollen Exponaten an Ashantigoldschmuck und das Ashanti Kulturzentrum mit Museum, Kunstgalerie und Handwerksstätten, in denen wir den verschiedenen Kunsthandwerkern über die Schulter schauen können. Abendessen und Übernachtung.
12. Tag, Mi: Kumasi - El Mina
Heute fahren wir weiter an die Küste nach El Mina (ca. 250 km). Abendessen und Übernachtung im herrlich gelegenen Coconut Grove Beach Resort.
13. Tag, Do: El Mina - Kakum Nationalpark
Früh am Morgen Besuch von St. George's Castle (El Mina Castle), das 1482 von den Portugiesen als erster Handelsstützpunkt an der Küste Schwarzafrikas erbaut wurde. Besichtigung der Gefängnisse für weibliche und männliche Sklaven, der Auktionshalle und der Gemächer des Gouverneurs. Anschließend Fahrt ins nahe Cape Coast. Cape Coast Castle war Sitz der englischen Kolonialregierung und dient heute als Museum, in dem die Geschichte der Sklaverei dokumentiert ist. Am Nachmittag besuchen wir den Kakum Nationalpark, eines der letzten Regenwaldgebiete Westafrikas. In diesem 360 km2 großen Schutzgebiet leben über 600 Schmetterlingsarten, 280 Vogelarten und rund 100 Säugetier-, Reptilien- und Amphibienarten. Auch sehr seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere sind hier beheimatet. Bekannt ist der Park auch für den Canopy Walk. Hierbei handelt es sich um eine unterhalb der Baumkronen gebaute Hängebrückenkonstruktion, die 1995 von Kanadiern installiert wurde. Wir unternehmen eine Wanderung durch den Park und über die Hängebrücken unter den Baumkronen des Regenwaldes. Rückfahrt zum Hotel.
14. Tag, Fr: El Mina - Accra - Rückflug
Heute fahren wir nach Accra, der Hauptstadt Ghanas (ca. 180 km). Im Vorort Teshi machen wir einen Besuch bei den legendären Sargherstellern. Je nach Beruf kann man sich hier den passenden Sarg bestellen, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und mittlerweile sind diese originellen Särge weit über Ghana hinaus bekannt geworden. Hier werden uns auch die Unterschiede in der afrikanischen Einstellung zu Tod und Ahnen deutlich vor Augen geführt. Am Nachmittag besichtigen wir das Nationalmuseum. Gegen Abend Fahrt zum Flughafen und Rückflug.
15. Tag, Sa: Ankunft in Deutschland