Westafrika

Unsere Reisen nach Westafrika

Geschichte

Der Westen Afrikas, der im Süden und im Westen direkt am Atlantischen Ozean liegt, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Vor der Ankunft der Portugiesen, Franzosen und Spanier im 15. Jahrhundert gab es bedeutende Königreiche wie zum Beispiel Mali oder Ghana. Nach der Eroberung gründeten die Kolonialherrscher Niederlassungen, die hauptsächlich dem Sklavenhandel dienten. Auch nachdem dieser weltweit geächtet wurde, blieb Westafrika bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in der Hand der Eroberer. Erst um 1960 kam es zu einer Unabhängigkeitswelle, wodurch die Staaten Westafrikas Souveränität erhielten.

Bevölkerung

Im Übergangsbereich zwischen Mauretanien und der Sahara leben hellhäutige Tuareg, deren Zahl auf etwa sieben Millionen geschätzt wird. Die Mandé zählen als Vertreter der schwarzafrikanischen Einwohner mit zahlreichen Stämmen zu der bevölkerungsreichsten Gruppe und sind in ganz Westafrika heimisch. Aktuell gibt es noch etwa 60 Stämme, die zum Teil über die Gebiete mehrere Staaten aufgeteilt leben. Dadurch kommt es immer wieder zu Spannungen, und von politischer Stabilität ist Westafrika leider noch weit entfernt.

Klima und Infrastruktur

In Westafrika herrscht tropisches Klima, zu dem der Passat-Wind wesentlich beiträgt. Es gibt Regen- und Trockenzeiten in unterschiedlicher Ausprägung. Das Straßennetz ist nur schlecht ausgebaut, ein beliebtes Transportmittel für die Bevölkerung sind Eisenbahnen, die aber stets überfüllt sind und sich in schlechtem Zustand befinden.

Die Staaten Westafrikas

Heute gehören zu diesem Teil des Afrikanischen Kontinents:

Die Reisehighlights dieser Region:

 

Mali: Mali ist zwar eines der ärmsten Länder der Welt, dennoch bietet es dem Reisenden eindrucksvolle Erlebnisse. In der Region zwischen dem Nigerdelta und Timbuktu kann man die traditionsreichen Völker der Tuareg, Songhai oder Dogon kennenlernen und dabei eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen. Die Moschee in Djenné, die aus Lehm errichtet wurde, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Senegal: Der Senegal ist sowohl für einen Badeurlaub also auch für eine Erlebnisreise bestens geeignet. Es gibt kilometerlange Sandstrände, es gibt aber auch die Möglichkeit, weite Ebenen und tropische Regenwälder kennenzulernen. Die Nationalparks des Senegal wurden zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Ghana: Ghana bietet auf seinem Staatsgebiet die komplette Vielfältigkeit des Schwarzen Kontinents. Es gibt über 100 ethnische Gruppen, die mehr oder weniger friedlich nebeneinander leben. In der Nähe der Hauptstadt Accra findet man den größten künstlich angelegten Stausee der Welt, der gleichzeitig der größte Binnensee ist. Im Kakum-Nationalpark, der in der Nähe der Küste liegt, kann man den Artenreichtum der Natur bewundern.

Elfenbeinküste: Diese ehemalige französische Kolonie hat eine 520 Kilometer lange Atlantikküste, an der sich zahlreiche Strände und Buchten befinden. Auch gibt es zahlreiche Nationalparks und eine selbst für Afrika einzigartige Fauna und Flora. In Yamoussoukro gibt es eine sehenswerte Basilika, und die im Westen ansässigen Stämme praktizieren einen einzigartigen Maskenkult.

Sierra Leone: Sierra Leone steht für Diamantenabbau, dessen Zentrum sich in der Stadt Konno befindet. Hier besteht die Möglichkeit, eine Mine zu besuchen und die Verhältnisse, unter denen die Minenarbeiter nach den Diamanten schürfen, kennenzulernen. Neben Diamanten werden noch andere Bodenschätze wie Bauxit, Gold oder Platin abgebaut.