Reisebeschreibung: 14 Tage Tschad - Kamerun - Nigeria
1. Tag, Mo:
Deutschland - N'Djamena
Gegen Abend Ankunft in der Hauptstadt des Tschad. Transfer zum Hotel. Übernachtung.
2. Tag, Di:
N'Djamena - Kousseri
Am Morgen Stadtrundfahrt durch N'Djamena. Wir besichtigen das Nationalmuseum und besuchen die verschiedenen
Viertel der Stadt, den sehr schönen, lokalen Markt und den Palast des Sul- tans. Anschließend fahren wir zur
nahen Grenze nach Kamerun (ca. 25 km). Abendessen und Übernachtung.
3. Tag, Mi:
Tschadsee
Heute fahren wir zum legendären Tschadsee. Nur wenige Euro- päer haben bis heute die Ufer des Tschadsees gesehen.
Zuerst per Fahrzeug und dann per Boot erreichen wir den See. Im Rhythmus der Regenzeiten schwankt der Wasserspiegel
und überschwemmt kilometerweise flaches Land oder zieht sich entsprechend zurück. Durch seine geringe Tiefe (1-5 m)
und die hohe Verdunstungsrate verlagern sich die Uferlinien ständig. Auf das dramatische Absinken des Wasserspiegels
ist in den letzten Jahren durch Veröffentlichungen von Satellitenaufnahmen auf- merksam gemacht worden. In der Nähe des
Ufers fanden Archäologen die ältesten Keramikfunde Westafrikas und einen ca. 8000 Jahre alten Einbaum. Im Gebiet um
den Tschadsee leben arabisch-berberische Nomaden und seßhafte schwarz- afrikanische Völker. Zu Zeiten Heinrich Barths
gehörten die Länder um den Tschadsee (Bornu, Kanem und Udai) zu den produktivsten der Erde und ihre Bewohner galten
als die friedlichsten und tolerantesten ganz Afrikas. Auch heute noch sind die Menschen am Tschadsee ausgesprochen
freundlich und leben nach ihrer alten Tradition. Wir besuchen Dörfer von Fischern und Nomaden. Rückfahrt zu unserem
Hotel (ca. 250 Tageskilometer). Abendessen und Übernachtung.
4. Tag, Do:
Kousseri - Oudjila - Maroua
Von Kousséri aus fahren wir heute zunächst nach Süden. Unterwegs besuchen wir das Bergdorf Oudjila. Das
Stammes- oberhaupt des hier ansässigen Podokostammes hat über 50 Frauen. Nach einem Rundgang durch den "Palast" fahren
wir weiter nach Maroua, dem Zentrum Nordkameruns (ca. 200 km). Abendessen und Übernachtung.
5. Tag, Fr:
Rhumsiki
Nach dem Frühstück brechen wir auf in die Mandara Berge. Die bizarre Gebirgslandschaft von Rhumsiki wird in vielen
Reise- berichten als eine der eigentümlichsten und schönsten Landschaften Afrikas bezeichnet. Die Mandara Berge mit
ihren bis zu 300m in die Höhe ragenden Vulkanzapfen sind die Heimat der Kirdi, einem Bergvolk, das in festungsähnlichen
Rundhütten mit spitz zulaufenden Strohdächern lebt. Wir besichtigen Rhumsiki und fahren am Nachmittag wieder zurück
nach Maroua (ca. 240 Tageskilometer). Abendessen und Übernachtung.
6. Tag, Sa:
Maroua - Waza
Schon früh am Morgen brechen wir auf zum Waza-Nationalpark, dem größten und tierreichsten Reservat Kameruns
(ca. 120 km). Noch am Vormittag unternehmen wir eine erste Pirschfahrt. Hier kann man zahlreiche Säuger der Savanne beobachten.
Antilopen, Giraffen, Löwen und andere Tiere tummeln sich an den Wasserstellen. Am bekanntesten ist der Park jedoch für
seine großen Elefantenherden. Am Nachmittag nochmals Pirschfahrt. Abendessen und Übernachtung in der Waza-Lodge.
7. Tag, So:
Waza - Maiduguri
Es besteht die Möglichkeit, frühmorgens nochmals eine Pirsch- fahrt in den Park zu unternehmen. Anschließend geht
die Fahrt heute zunächst bis zur Grenze nach Nigeria, einem Land mit großer Vergangenheit. Das Großreich von
Kanem-Bornu lag überwiegend im heutigen Nigeria. Neben den Reichen von Mali und Songhai gehörte es zu den großen
Herrschaftsgebieten der vorkolonialen Epoche. Der Staat besaß eine Armee, die sich aus über 100 000 Reitern und doppelt
so vielen Fußsoldaten zusammensetzte. Nach Erledigung der Grenzformalitäten fahren wir weiter nach Maiduguri (ca. 180 km)
einer relativ jungen Stadt, die Anfang des 20. Jh. von den Engländern gegründet wurde. Seit 1964 endet in Maiduguri die
Eisenbahnlinie aus Jos. Hier leben viele verschiedene Ethnien u.a. aus den Nach- barländern Tschad und Niger. Dies wird besonders
deutlich auf dem riesigen Markt. Abendessen und Übernachtung.
8. Tag, Mo:
Maiduguri - Kano
Frühmorgens starten wir heute unsere Fahrt durch typische Sahellandschaft über Potiskum nach Kano (ca. 600 km), der
alten Sultansstadt im Norden von Nigeria. Kano ist Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und mit 3,6 Mio. Einwohnern nach
Lagos die zweitgrößte Stadt Nigerias. Kano geht auf eine Gründung im 9. Jh. zurück. Der Ort entwickelte
sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer reichen Stadt. Sehenswert sind die alte Stadtmauer, der Emirspalast und der riesige Markt.
Im 19. Jh. endeten die großen Handelswege von Tripoli über Bornu im heutigen Kano. Kano gilt als Wirtschaftszentrum
des Nordens, ist aber bei weitem nicht so entwickelt wie die Metropolen im Süden. Abendessen und Übernachtung.
9. Tag, Di:
Kano - Jos
Nach dem Frühstück Besichtigungen in Kano. Wir besuchen den alten Sultanspalast, der zu einem Museum umfunktioniert
wurde. und das Viertel der Indingo-Färber. Hier sehen wir noch Teile der alten Stadtmauer, die mit deutscher Hilfe gerade
restauriert wird und stellen fest, daß sich auf dem alten Markt seit den früheren Tagen nicht sehr viel verändert
hat. Gegen Mittag verlassen wir dann die Altstadt von Kano und fahren Richtung Jos (ca. 350 km). Langsam wird die Vegetation
üppiger und die Temperaturen angenehmer. Das Jos Plateau auf etwa 1200 m Höhe verfügt über ein sehr angenehmes
Klima. Schon die Kolonialherren wußten dies zu schätzen und hielten sich zur heißen Jahreszeit in der Region auf.
Gegen Abend erreichen wir unser Hotel. Abend- essen und Übernachtung.
10. Tag, Mi:
Jos
Am Vormittag Rundfahrt durch Jos. Hauptsehenswürdigkeit ist das Museum mit verschiedenen Exponaten aus der Kolonialzeit,
Nachbildungen von Gehöften der verschiedenen Ethnien Nigerias und den Exponaten aus der Nok-Kultur. Am Nachmittag besuchen
wir den Markt. Abendessen und Übernachtung nochmals in Jos.
11. Tag, Do:
Jos - Abuja
Am Vormittag fahren wir heute nach Abuja (ca. 280 km), der neuen futuristischen Hauptstadt Nigerias. Abuja hat seit dem 12.
Dezember 1991 Lagos als Hauptstadt Nigerias abgelöst. Bereits im Jahr 1976 fasste die Regierung den Beschluss, die Hauptstadt
von Lagos nach Abuja zu verlagern. Der japanische Stararchitekt Kenzo Tange erhielt den Auftrag, die Stadt zu planen. Abuja ist
eine künstlich geschaffene und in ihrem Wachstum stark kon- trollierte Stadt, ein kultureller wie städtebaulicher
Fremdkörper innerhalb Nigerias. Wir besichtigen u.a. das Botschaftsviertel, den Regierungssitz und das Parlament.
Abendessen und Übernach- tung.
12. Tag, Fr:
Flug Abuja - Lagos
Am Vormittag Transfer zum Flughafen von Abuja und Flug nach Lagos. Mit über 8 Mio. Einwohnern in der eigentlichen Stadt und
über 10 Mio. in der Umgebung gehört Lagos neben Kairo zu den größten Städten Afrikas und der Welt. Lagos
wurde wahrschein- lich im 14. Jh. von Bauern und Fischern der Olofin besiedelt. Ihr Herrscher teilte die Insel unter seinen 10
Söhnen auf. Einer von ihnen, Aromire, pflanzte Gemüse an und errichtete seinen Hof an der Stelle, an der heute der Palast
des Oba, des traditionellen Herrschers der Yoruba steht. 1472 landeten portugiesische Seefahrer an der Küste von Eko und nannten
die Siedlung Lago de Curuma. Diese wurde zu einer Handelsniederlassung ausge- baut und erhielt den Namen Lagos, benannt nach der
Hafenstadt im Süden Portugals. Die einheimischen Könige lieferten die Sklaven für den transatlantischen Sklavenhandel
der Portugie- sen. 1861 annektierten die Briten das Gebiet und schafften den Sklavenhandel ab. Der wirtschaftliche Aufschwung, die
Eisenbahn und Telefonanbindung ab 1886 und die Einführung der Straßen- beleuchtung auf Victoria Island zogen Menschen aus
ganz Westafrika und Brasilien an. 1914 wurden Nord- und Südnigeria zusammengeschlossen und Lagos wurde zur Hauptstadt der
Federation of Nigeria unter britischer Herrschaft. Ab 1960 war Lagos Hauptstadt des unabhängigen Staates Nigeria. Am Nach- mittag
besuchen wir das Nationalmuseum. Im angeschlossenen Handwerkszentrum besteht die Möglichkeit, nigerianisches Kunsthandwerk zu
erstehen. Auf dem Jankara-Markt werden Gewürze, bedruckte Baumwoll- und handgewebte Stoffe sowie Lederartikel angeboten. Ein
markantes Gebäude in Lagos ist auch das Nationaltheater mit seiner ovalen Grundfläche. Abendessen und Übernachtung.
13. Tag, Sa:
Lagos - Rückflug
Lagos hat zahlreiche dicht besiedelte Stadtviertel mit unter- schiedlichsten Eigencharakteren. Für den niederländischen
Architekten Rem Koolhaas ist die Stadtentwicklung von Lagos beispielhaft für die Metropolen des 21. Jahrhunderts. Am Vor- mittag
besuchen wir den Palast des Oba. Am Abend Transfer zum Flughafen und Rückflug.
14. Tag, So:
Ankunft in Deutschland