Reisebeschreibung: 15 Tage Expedition
1. Tag, So:
Deutschland - Douala
Gegen Abend Ankunft in Douala. Transfer zum Hotel. Übernach- tung in Douala.
2. Tag, Mo:
Douala - Lomié
Früh am Morgen verlassen wir Douala und fahren auf guter Teerstraße in die Hauptstadt Yaoundé.
Anschließend geht es weiter in den nur spärlich besiedelten Osten des Landes. Über Teerstraße
geht es bis nach Ayos, anschließend weiter über eine staubige, aber gute Piste durch teilweise primären
Regenwald über Abong Mbang nach Lomié. Falls zeitlich möglich unter- nehmen wir einen Abstecher in ein
Pygmäendorf. Abendessen und Übernachtung in einem einfachen Hotel.
3. Tag, Di:
Lomié - Yokadouma
Durch Regenwald und Savanne fahren wir heute nach Osten. Am späten Nachmittag erreichen wir Yokadouma, nahe der
zentral- afrikanischen Grenze gelegen. Abendessen und Übernachtung in einem einfachen Hotel.
4. Tag, Mi:
Yokadouma - Bayanga
Am nächsten Morgen fahren wir zunächst bis zur Grenze. Nach Erledigung der Grenzformalitäten, die je nach Laune der
Zöllner unterschiedlich lange dauern können, fahren wir weiter nach Bayanga, das tief im Regenwaldgebiet
am Rande des Dzanga Ndoki Nationalparks liegt. Unterwegs überqueren wir mit der Fähre einen Seitenarm
des Sangha-Flusses. Endlich in der Doli-Lodge, werden wir für die abwechslungsreiche, aber auch sehr anstrengende
Fahrt belohnt. Die 1996 mit Hilfe von GTZ und WWF erstellte Doli Lodge besteht aus auf Stelzen gebauten Holzhäusern
für jeweils zwei Personen. Sie verfügen über Bad und Terrasse mit Blick auf dichte Bäume und den
Sangha-Fluß, einen Nebenstrom des Kongo. Vom Hauptgebäude aus haben wir eine grandiose Aussicht
auf den Fluß und können abends herrliche Sonnenuntergänge erleben. Je nach Ankunftszeit evtl.
Einführung in das Projekt Dzanga Sangha und eine kurze Führung durch das Ökosystem Regenwald.
Für die Aktivitäten der kommenden Tage wird die Gruppe in mehrere Kleingruppen unterteilt. Abendessen
und Übernachtung in der Doli Lodge.
5.-7. Tag,
Do-Sa:
Dzanga Sangha
Die Waldlichtungen (Salinen) sind einzigartige Landschaftsszenarien in diesem riesigen intakten Ökosystem. Der
Wildreichtum in der Bayanga-Region ist einmalig. Nur hier kann man die äußerst scheuen und seltenen
Waldelefanten mit großer Wahrscheinlichkeit beobachten. Verschiedene Aktivitäten warten in den
kommenden Tagen auf uns:
Mit unserem Pygmä- enführer durchwaten wir ein Bachbett, an dem häufig unzählige bunte Schmetterlinge
zu sehen sind, und gelangen so zur Lichtung der Elefanten. Je nach Tageszeit können von der Beobachtungsplattform
aus bis zu 100 dieser Dickhäuter gezählt werden. Außerdem bietet sich eine gute Chance Bongos, Büffel
und Graupapageienschwärme zu beobachten.
Besonders beein- druckend ist die Begegnung mit den Pygmäen. Nicht nur im Lesen von Spuren sind die kleinwüchsigen
Menschen wahre Meister, sie kennen auch die verschiedensten Kräuter- und Pflanzenarten des Regenwaldes. Mit den Frauen
der Ba Aka suchen wir Heilpflanzen und lassen uns die Wirkungsweise der jeweiligen Kräuter erklären. In einem
Pygmäendorf erhalten wir einen Einblick in den Alltag der Ba Aka. Besonders spannend ist es, mit den Pygmäen auf
Netzjagd zu gehen. Mit unglaublicher Geschicklichkeit bahnen sich die Männer ihren Weg durch den Urwald und spannen ihre Netze.
Per Einbaum unternehmen wir eine Erkundungstour auf den Seitenarmen des Sangha-Flusses. Wir durchqueren Lilienteppiche und
genießen die unvergleichliche Geräuschkulisse des Urwalds. Für viele der absolute Höhepunkt ist jedoch das
Gorillatrekking mit den Ba Aka-Pygmäen, die jeden Winkel des Urwaldes kennen. Sie begleiten die Gorillas abends bereits
zu ihren Schlafplätzen. Am Morgen führen sie uns dann zu den jeweiligen Gruppen. Eine Begegnung mit den Flachlandgorillas
ist somit höchstwahrscheinlich. Falls es durch unvorhersehbare Umstände doch einmal nicht klappen sollte, erhalten die
Gäste eine zweite Pirsch gratis. Abendessen und Übernachtung in der Doli Lodge.
8. Tag, So:
Bayanga - Yokadouma
Noch vor Sonnenaufgang brechen wir heute auf. Nach dem Grenzübertritt nach Kamerun erreichen wir gegen Abend Yokadouma.
Abendessen und Übernachtung.
9. Tag, Mo:
Yokadouma - Bertoua
Heute starten wir zeitig und fahren zurück nach Bertoua. Langsam geht der Wald wieder in Savanne über.
Abendessen und Übernachtung
10. Tag, Di:
Bertoua - Yaoundé - Foumban
Heute erreichen wir Yaoundé. Weiterfahrt nach Koutaba. Falls zeitlich möglich besuchen wir unterwegs die "Chefferie"
von Bafoussam. Als Hauptstadt der Provinz Ouest ist Bafoussam gleichzeitig ein Zentrum der Kaffee-Verarbeitung und
die Metro- pole der Bamiléké, die für ihre Holzschnitzereien bekannt sind. Abendessen und Übernachtung in Koutaba.
11. Tag, Mi:
Koutaba - Foumban - Bamenda
Nach dem Frühstück erkunden wir den Sultanspalast von Foum- ban mit dem sehr gut ausgestatteten Museum. Mit etwas
Glück erhalten wir eine Audienz beim Sultan, dem 18. in direkter Erb- folge der Dynastie Bamoun seit dem 14.
Jahrhundert. Berühmt wurde sein Vater, König Njoya, der viel für die Entwicklung des Handwerks, der Kunst, der
eigenen Schrift und damit der Erhaltung der Geschichte des eigenen Landes geleistet hat. Wir besichtigen das
Tam-Tam-Haus, in dem eine mehrere Meter lange Trommel aufbewahrt wird, die einst - zum letzten Mal im vorigen
Jahrhundert - dazu diente, den Kriegszustand auszurufen und die Soldaten herbeizutrommeln. Anschließend besteht
Gele- genheit, den verschiedenen Handwerkern über die Schulter zu schauen. Weiterfahrt nach Bamenda (ca. 200 km),
Hauptstadt der englischsprachigen Provinz Northwest und an der Ringroad des Kameruner Graslandes gelegen.
Abendessen und Übernach- tung.
12. Tag, Do:
Ringroad
Nach dem Frühstück fahren wir durch das abwechslungsreiche hügelige Gebiet des Kameruner Graslandes entlang der
Ring- road. Die Route wechselt je nach jahreszeitlich bedingtem Zustand der kurvenreichen Piste. Am Nachmittag
unternehmen wir einen Ausflug zum Palast des Fon von Bafut, der bedeu- tendsten "Chefferie" der Region. Abendessen
und Übernachtung in Bamenda.
13. Tag, Fr:
Bamenda - Buea - Limbe
Heute fahren wir zunächst nach Buea. Der Ort ist auf einer Höhe von 1000 m am Mount Cameroon gelegen und
verfügt noch über zahlreiche Bauten aus der Kolonialzeit. Anschließend geht es hinunter an den
Atlantik nach Limbe. Der Badeort mit seinen tiefschwarzen, vulkanischen Sandstränden liegt inmitten üppig
grüner Vegetation direkt am Fuße des Mount Cameroon. Dieser ist mit seinen 4090 m der höchste Berg
West- und Zentralafrikas und der prägende landschaftliche und klimatische Faktor der Südwestprovinz
Kameruns. Am späten Nachmittag besuchen wir den Botanischen Garten von Limbe. Unser Hotel liegt westlich von
Limbe an einem schönen Strand. (ca. 400 Tageskilometer). Abendessen und Übernachtung.
14. Tag, Sa:
Limbe - Gorillaschutzstation - Douala - Rückflug
Das Limbe Wildlife Centre (LWC) ist eine Auffangstation für Gorilla- und Schimpansenwaisen, die Opfer von
Wilderei und Tierhandel wurden und befindet sich zwischen dem Kamerunberg und der Küstenregion. Die urwaldbedeckten
Hänge des Kamerun- berges beherbergen eine unvergleichliche Artenvielfalt, darunter Nigeria-Schimpansen, Preuss
Meerkatzen, Waldelefanten, Zwerg- krokodile und Gorillas. Das LWC betreibt seit Jahren ein intensives Aufklärungs-
und Umweltbildungsprogramm das sich an die Besucher des LWC und an die lokale Bevölkerung wendet. Das Projekt hat
den Schutz der in Kamerun lebenden Westlichen Flachlandgorillas und der besonders bedrohten Cross-River Gorillas zum
Ziel. Nach einem umfangreichen Besuch des LWC kehren wir zu unserem Hotel zurück. Am späten Nachmittag Transfer
zum Flughafen und Rückflug.
15. Tag, So:
Ankunft in Deutschland
Verlängerung Kribi
15. Tag, So:
Lobé-Fälle - Pygmäendorf - Kribi
Nach dem Frühstück fahren wir von Limbe nach Kribi. Das kleine Städtchen liegt ca. 180 km südlich von Douala
an der Mündung des Flusses Kienké direkt am Meer. Trotz seines Hafens besitzt der ehemals von Deutschen während
der Kolonialzeit gegründete Ort eine sehr ländliche Atmosphäre. Die von Kokospalmen gesäumten feinen gelben
Sandstrände gehören zu den schönsten Kameruns. Wir fahren zu den südlich von Kribi gelegenen Wasserfällen des
Lobé-Flusses, die in einer kleinen Bucht ca. 30 m über Felsen ins Meer hinabstürzen. Anschließend besuchen wir
ein Pygmäendorf. Weiterfahrt zu unserem Hotel Palm Beach*** ca. 2 km außerhalb von Kribi in einer Gartenanlage
und direkt am hoteleigenen Strand. Abendessen und Übernachtung.
16. Tag, Mo:
Kribi
Der heutige Tag steht uns zum Baden und Erholen zur freien Verfügung. Abendessen und Übernachtung.
17. Tag, Di:
Kribi - Douala - Rückflug
Am Nachmittag fahren wir zurück nach Douala zum Flughafen. Beginn des Rückfluges.
18. Tag, Mi:
Ankunft in Deutschland
Verlängerung Kamerun individual
Falls Sie im Anschluss an die Reise den Norden Kameruns mit dem Waza Nationalpark
bereisen wollen unterbreiten wir Ihnen gerne ein individuelles Angebot. Auch ein
Besteigung des Mount Kamerun im Anschluß an die Reise ist selbstverständlich möglich.
Lassen Sie sich Ihr individuelles Verlängerungsprogramm ausar- beiten.
Dzanga Sangha individual
Diese Reise ist als Individualtour für 2 Personen durchführbar.
Flexibel nach Verfügbarkeit der Flüge. Bitte kontaktieren Sie uns.
Fakultativprogramm
Pirsch zu habituierten Gorillas
In langjähriger Arbeit von Wissenschaftlern im Nationalpark wurden zwei Gruppen Gorillas
habituiert. Das Projekt Dzanga Sangha bietet eine Gorillapirsch zum Preis von € 150,--
pro Person (buchbar vor Ort) an. Wir reservieren für alle unsere Kunden eine Pirsch optional.