Ursprüngliches Westafrika - Rundreise

Reisebeschreibung: 14 Tage Mali - Guinea - Liberia - Sierra Leone Rundreise


1. Tag, So:
Deutschland - Bamako


Flug von Deutschland nach Bamako in Mali. Nach der Ankunft Transfer zum Hotel. Übernachtung.

2. Tag, Mo:
Bamako - Kankan


Am frühen Morgen orientierende Stadtrundfahrt durch Bamako. Anschließend geht es weiter vorbei an den Mandingo-Bergen bis zur Grenze nach Guinea. Nach Erledigung der Grenzformalitäten fahren wir weiter über Siguiri nach Kankan (ca. 350 km). Unter- wegs überqueren wir den Niger. Im 19. Jahrhundert war Kankan die wichtigste Handelsstadt zwischen Bamako und dem Meer sowie ein religiöses Zentrum. Die herrlichen Alleen und die Bauten aus der Kolonialzeit lassen auch heute noch die ver- gangene Pracht erahnen. Der Marché Central gehört zu den schönsten Märkten des Landes. Abendessen und Übernachtung in Kankan.

3. Tag, Di:
Kankan - Kissidougou


Heute fahren wir weiter in Richtung Kissidougou und besuchen einige interessante Dörfer unterwegs (ca. 190 km). Falls möglich besichtigen wir in Kissidougou das kleine Museum mit einigen schönen Masken und Gebrauchsgegenständen. Abendessen und Übernachtung.

4. Tag, Mi:
Kissidougou - Nzérékoré


Auf der heutigen Fahrt wird die Landschaft grüner und hügeliger. Mit Ankunft in Guékédou erreichen wir Waldguinea, wobei vom ursprünglichen Regenwald nur noch Waldinseln übriggeblieben sind. Bei allen Stämmen Waldguineas spielt die Ahnenverehrung eine zentrale Rolle. Die Toten sind überall präsent und bestim- men den Alltag der Menschen. Der Hexenglaube ist weit verbrei- tet und der Hexenmeister nimmt innerhalb der Dorfgemeinschaft eine zentrale Funktion ein. Die bei Nzérékoré lebenden Guerzé haben wegen der abgeschiedenen Lage ihre Kulte und Bräuche bis heute unverändert erhalten. Anthropologisch und landschaft- lich gehört Waldguinea sicherlich zu den Höhepunkten einer jeden Westafrika-Reise. Die einzelnen Dörfer haben kaum Verbindung untereinander und gelten als autonome Bezirke. Kurz nach Guéckédou ragt links ein imposanter, zuckerhutförmiger Berg in den Himmel, der Kultstätte ist und als heilig gilt. Wir besuchen mehrere Dörfer unterwegs. Auf unserem Weg liegt auch das in Hügel eingebettete Städtchen Macenta, früher wichtigster Ort in Waldguinea. Nach der Ankunft in Nzérékoré (ca. 310 km) besuchen wir das kleine ethnologische Museum. Hoffentlich ist der Museumsdirektor vor Ort, der mit (berech- tigtem) Stolz die beeindruckende Sammlung von Masken, Kult- und Gebrauchsgegenständen erklärt. Der Museumsbesuch stellt eine gute Einführung in die Sitten und Gebräuche Waldguineas dar, einer Region, in der bis heute noch Fetischpriester Diebe entlarven, ein ausgeprägter Maskenkult herrscht und sogar noch Menschen im heiligen Wald während der Initiationsriten geopfert werden. Abendessen und Übernachtung.

5. Tag, Do:
Bossou


Heute fahren wir in das südlich von Lola gelegene Dorf Bossou (ca. 60 km). In der Nähe befindet sich eine geschützte Schim- pansenkolonie mit ca. 20 Tieren. Ein besonderes Erlebnis ist die ganztägige Schimpansenpirsch mit einem örtlichen Führer. Wir wandern auf kleinen Urwaldpfaden und suchen die verschiedenen Schimpansenfamilien auf, erfahren viel über ihre Lebensweise und haben genügend Zeit, die Schimpansen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und zu fotografieren. Die Kolonie wird von einem japanischen Forscherteam betreut, das in den letzten Jahren spektakuläre Erfolge in der Schimpansenfor- schung erzielen konnte. Rückfahrt nach Nzérékoré. Abendessen und Übernachtung.

6. Tag, Fr:
Nzérékoré - Gbarnga


Am frühen Morgen brechen wir auf und fahren nach Ganta zur Grenze Guinea - Liberia. Das heutige Liberia entstand Mitte des 19. Jh. durch den Zusammenschluß mehrerer Ansiedlungen, die seit 1822 von befreiten Sklaven aus den USA, insbesondere durch die "American Colonization Society", gegründet worden waren. Diese Siedlungen standen zunächst unter amerikanischer Gouverneursverwaltung. 1847 erklärte der erste liberianische Kongress seine Unabhängigkeit. Im Dezember 1989 kam es zum Bürgerkrieg. Nach Eingreifen einer afrikanischen Friedenstruppe konnte im Jahr 2003 Präsident Charles Taylor zum Rücktritt gezwungen werden. Im Januar 2006 wurde die als Siegerin aus den Präsidentschaftswahlen hervorgegangene neue Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf vereidigt. Nach Erledigung der Grenz- formalitäten Weiterfahrt nach Gbarnga zur dortigen sehr einladenden katholischen Missionsstation (ca. 170 Tageskilo- meter). Abendessen und Übernachtung.

7. Tag, Sa:
Gbarnga - Monrovia


Nach dem Frühstück beginnen wir unsere Fahrt in die Hauptstadt (ca. 230 km). Unterwegs machen wir einen Abstecher zur Firestone Gummiplantage mit dem ehemals größten Reifenwerk in Afrika. Die Stadt Monrovia, benannt nach dem amerikanischen Präsidenten James Monroe, wurde 1821 von der Amerikanischen Kolonialgesellschaft gegründet. Ende des 19. Jh. besaß Monrovia einen nicht allzu großen Hafen und bestand nur zu einem kleinen Teil aus Steingebäuden, im übrigen aus Hütten. Nach dem 14-jährigen Bürgerkrieg ist die Infrastruktur Liberias fast völlig zerstört, die Spuren auch in der Hauptstadt unübersehbar. Am Nachmittag besuchen wir die National Hall und die Freimaurerloge sowie das Nationalmuseum. Abendessen und Übernachtung.

8. Tag, So:
Monrovia - Bo


Heute verlassen wir Monrovia und fahren zur Grenze Liberia - Sierra Leone. Sierra Leone war bis zum 15. Jh. Bestandteil des Reiches Mali und wurde im Jahr 1462 vom Portugiesen Pedro da Cinta entdeckt. Gegen 1780 erwarben die Briten von den Stammesführern ein Gebiet in der Größe von etwa 250 km², das für die Ansiedlung afrikanischer Sklaven aus Großbritannien und den USA bestimmt war. 1808 wurde es zu einem Gebiet der britischen Krone und erhielt 1961 die Unabhängigkeit. 1994 begann ein Bürgerkrieg, der mit äußerster Brutalität geführt und durch den illegalen Handel mit Diamanten finanziert wurde. Durch britische Militärintervention konnte der Krieg beendet und der politische und wirtschaftliche Wiederaufbau eingeleitet werden. In Sierra Leone leben 16 ethnische Gruppen, die größte sind die Mende, gefolgt von den Temne und den Limba. Nach Erledigung der Grenzformalitäten geht es weiter über Kenema nach Bo, der zweitgrößten Stadt des Landes (ca. 290 km). Von 1930 bis zur Unabhängigkeit Sierra Leones im Jahr 1961 war Bo die Hauptstadt der britischen Kronkolonie. Wir machen einen Besuch bei einem der zahlreichen Diamantenhändler. Abend- essen und Übernachtung.

9. Tag, Mo:
Bo - Kono


Heute fahren wir weiter in den Distrikt Kono (ca. 120 km). Unterwegs besuchen wir in der Gegend um die Stadt Tongo eine traditionelle Diamantmine, in der mit althergebrachten Mitteln nach Diamanten geschürft wird. Während des Bürgerkrieges war diese Region mit am meisten umkämpft. Weiterfahrt nach Kono. Abendessen und Übernachtung.

10. Tag, Di:
Kono - Freetown


Am Vormittag fahren wir in Richtung der Diamantenstadt Makeni und besuchen eine neue, moderne Diamantmine mit industriellem Abbau. Anschließend geht es weiter in die auf einer Halbinsel am Atlantik gelegene Hauptstadt Freetown (ca. 230 km). Die Stadt verfügt über den drittgrößten Naturhafen der Welt. Abendessen und Übernachtung.

11. Tag, Mi:
Freetown


Am Vormittag unternehmen wir eine Stadtrundfahrt in Freetown. Wir sehen u.a. St. George's Cathedral und St. John's Maroon Church, das Sklaventor und die "portugiesische Treppe". Am Nachmittag unternehmen wir einen Ausflug in den Regenwald zum Tacugama-Schimpansenprojekt. Im Jahr 1995 gegründet, nimmt es Waisen und gerettete Tiere auf, die halbwild in Gruppen auf dem ausgedehnten Gelände inmitten grüner Hügel zusam- menleben. Rückfahrt zum Hotel. Abendessen und Übernachtung.

12. Tag, Do:
Freetown - Conakry


Heute verlassen wir Freetown und fahren zur Grenze Sierra Leone - Guinea. Nach Erledigung der Grenzformalitäten geht es weiter in die Hauptstadt Conakry (ca. 260 km). Abendessen und Übernachtung

13. Tag, Fr:
Conakry - Rückflug


Nach dem Frühstück besuchen wir die Altstadt von Conakry, die sich an der Spitze der Halbinsel Kaloum befindet: Sehenswert ist die größte Moschee Westafrikas, der ehemalige Präsidenten- palast, der alte Fischerhafen Boulbinet, das stillgelegte Bahnhofs- gelände und zahlreiche Kolonialgebäude. Am Abend Transfer zum Flughafen und Rückflug.

14. Tag, Sa:
Ankunft in Deutschland



>> zum Seitenanfang >>