Ursprünglich war das Gebiet des heutigen Algerien von berberischen Volksstämmen bewohnt, im Osten von Tuareg. Vom 12. Jahrhundert v. Chr. an errichteten die Phönizier an der Küste Handelsstützpunkte und gründeten 814 v. Chr. die Handelsstadt Karthago im heutigen Tunesien, die sich in der Folge zur Großmacht im westlichen Mittelmeer entwickelte. Nach dem Dritten Punischen Krieg (149-146 v. Chr.) übernahm Rom die Territorien und Stützpunkte Karthagos. Doch Rom begnügte sich nicht mit Handelsbeziehungen, sondern forderte Unterwerfung und Tribut. Die Römer nannten Berber Barbaren, und Amauros dunkel. Dem "Land der Dunkelhäutigen", das sich vom Atlantik bis zum Ampsaga (Oued el-Kebir) im heutigen Algerien erstreckte, gaben sie den Namen Mauretania (Mauretanien). Um die Mitte des 7. Jahrhunderts stießen die Araber in den Maghreb vor. 697 eroberten sie einen Großteil des heutigen Algerien. Die Bevölkerung wurde größtenteils islamisiert. Anfang des 16. Jahrhunderts versuchten die Spanier, an der algerischen Küste Fuß zu fassen. Daraufhin unterstellte sich das Land 1519 der Oberhoheit des Osmanischen Reiches und wurde dessen Vasall; seit 1711 war das Gebiet aber wieder faktisch unabhängig. Frankreichs erste Pläne zur Eroberung Algeriens wurden unter Napoleon erstellt. 1830 begannen die Franzosen mit der Invasion. Ab 1945 kam es zum Aufschwung der Unabhängigkeitsbewegung, als nach Unruhen in Sétif, Kherrata und Guelma zehntausende Algerier von der französischen Armee getötet wurden (Massaker von Sétif). Der Algerienkrieg (1954 bis 1962) wurde von beiden Seiten mit äußerster Härte geführt. Unter Führung der Nationalen Befreiungsfront (FLN) erkämpfte Algerien schließlich die Unabhängigkeit, die am 18. März 1962 im Abkommen von Évian anerkannt und in zwei Referenden – in Frankreich wie in Algerien selbst – bestätigt wurde. Am 5. Juli (Nationalfeiertag neben dem Tag der Revolution am 1. November) 1962 wurde offiziell die Unabhängigkeit proklamiert.