+49 9122 88 65 730

Mo - Fr

9 - 17 Uhr

Mittagspause

12 - 13 Uhr

Hembacher Strasse 1
91126 Rednitzhembach

Reisetyp
Dauer

15 Tage

Preise in €

5.490 €

3.290 €

2.890 €

2.760 €

Abenteuerreise Westafrika

Guinea, Liberia & Sierra Leone

  • Exklusive Rundreise durch Guinea, Liberia und Sierra Leone
  • In 1.500 Meter Höhe: das "Wasserschloss Westafrikas"
  • Hexenglauben und Riten in Westguinea
  • Wandern auf Urwaldpfaden
  • Hauptstädte Conakry, Monrovia und Freetown
  • Die Schimpansen von Bossou
  • Reifen für Afrika: die Firestone-Kautschukplantage
  • Diamantminen in Sierra Leone

Sie begeben sich auf eine Reise durch besonders ursprüngliche und touristisch kaum erschlossene Länder Westafrikas. Guinea war unter der Herrschaft von Sékou Touré bis 1987 völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Wegen der langandauernden Isolation ist die kulturelle Vielfalt der verschiedenen Ethnien authentischer als anderswo. 

Mit Liberia erleben wir ein Land im Aufbruch. Die Firestone Kautschukplantage ist wieder in Betrieb und auch sonst herrscht überall im Land eine Aufbruchstimmung. Die Menschen glauben wieder an eine Zukunft, und das ist allerorts zu spüren. Über Gbanga gelangen wir in die Hauptstadt Monrovia. Im Nationalmuseum erhalten wir einen Überblick über die Geschichte des Landes. 

Sierra Leone ist das Land der Diamanten. In Kenema besuchen wir einen Diamantenhändler. Hier erfahren wir Wissenswertes über den Abbau und den Handel mit den Edelsteinen. Über die alte Hauptstadt Bo gelangen wir nach Freetown. Freetown ist eine pulsierende Metropole mit außergewöhnlich freundlichen Menschen, die nach den schrecklichen Kriegsjahren das Leben neu entdecken. 

Wer in Westafrika unterwegs ist, muss bereit sein, sich auf ein Abenteuer einzulassen. Reisen in Westafrika erfordern Reiseteilnehmer, denen eine flexible Grundhaltung, Anpassungsfähigkeit und eine tolerante Einstellung gegenüber Land und Leuten eine Selbstverständlichkeit sind. Wer dazu bereit ist, wird an einem unvergesslichen Reiseerlebnis teilhaben.

Reiseverlauf

1. Tag: Flug nach Conakry 

Abflug am Morgen in Deutschland, Ankunft am Abend in der Hauptstadt Guineas. Empfang am Flughafen und Transfer zum Hotel.

2. Tag: Conakry – Mamou

Morgens schauen wir uns bei einer Stadtrundfahrt die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Conakry an, die sich an der Spitze der Halbinsel Kaloum befindet: Sehenswert ist die größte Moschee Westafrikas, der ehemalige Präsidentenpalast, der alte Fischerhafen Boulbinet, das stillgelegte Bahnhofsgelände und zahlreiche verkommene Kolonialgebäude.

Relativ schnell hinter der Stadtgrenze wird die Besiedlungsdichte geringer, die Landschaft abwechslungsreich und das steil abfallende Tafelgebirge liegt direkt vor uns. Wir kommen an riesigen verwilderten Bananenplantagen vorbei – Mitte des letzten Jahrhunderts gehörte Guinea zu den größten Bananenexporteuren der Welt. Nach dem Ort Coyah am Rande des Küstengebirges steigt die Straße an, bis die erste Hochebene erreicht ist. Bei Tabili erreichen wir die zweite Höhenstufe und es bietet sich eine wunderbare Aussicht auf das Tal des Bodi Flusses. Weiterfahrt durch pittoreske Tafelgebirgslandschaft bis Mamou. 

3. Tag: Mamou – Fouta Djalon – Dalaba 

Nach dem Frühstück verlassen wir Mamou auf kurvenreichen Straßen und durch schöne Hügellandschaft. Nach Überquerung des Flusses Konkouré endet Niederguinea und wir erreichen das Fouta Djalon. Das Gebiet dieses reizvollen Hochlandes wird geprägt durch canyonartige Schluchten mit herabstürzenden Wasserfällen, Tafelberge und Hügelketten.

Besiedelt ist das Fouta Djalon vor allem von Peulh Nomaden und den Dialonke. Die ehemaligen Kolonialherren gaben dieser Gegend wegen des milden Klimas und der landschaftlichen Schönheit Namen wie „die Schweiz Afrikas“ oder schlicht „le Paradis“. 

4. Tag: Region um Dalaba 

Heute haben wir Zeit, die reizvolle Gegend bei Ausflügen kennenzulernen. Über Piste fahren wir auf landschaftlich schöner Strecke durch ein wildes Tal nach Ditinn. Vom letzten Dorf im Talabschluss wandern wir bis an den Fuß des Ditinn-Wasserfalls, der eindrucksvoll 120 m aufragt. Ein echtes Naturerlebnis – sogar in der Trockenzeit.

Danach besuchen wir ein nahegelegenes Peulh Dorf, bei dem es eine traditionelle Lianenbrücke gibt, die auch heute noch benutzt wird. Je nach Straßenverhältnissen bietet sich eine Wanderung bei den Wasserfällen Chutes de la Sala oder bei den Kambadaga-Fällen an, die sich in herrlicher Gebirgslandschaft befinden. Nicht weit von unserem Hotel besuchen wir zum einen das ehemalige Wohnhaus von Myriam Makeba, der berühmten Sängerin aus Südafrika. Mit Unterbrechungen hat sie dort fast 10 Jahre verbracht, nachdem sie nicht mehr in ihrer Heimat leben durfte.

Zum anderen besuchen wir den 1935 in schönster Lage erbauten Landsitz des ehemaligen französischen Gouverneurs. Dieses Haus hat Sékou Touré nach der Unabhängigkeit als Erholungs- und Tagungsort genutzt. Mittlerweile ist morbider Charme in das zum Teil noch eingerichtete Gebäude eingezogen. Neben der Gouverneursvilla steht das "Case à palabre", das Palaverhaus aus Lehm, dessen Boden und Wände phantastisch verziert sind.

Während der Kolonialzeit wurden die regionalen Oberhäupter in dieses Haus beordert, wo sie vom Gouverneur dazu angehalten wurden, die französischen Anordnungen zu diskutieren. Das Haus steht mittlerweile unter UNESCO-Schutz. Angeblich soll es restauriert werden und auch wieder ein Strohdach bekommen, das leider durch Blech ersetzt wurde. Anschließend Rückkehr nach Dalaba. 

5. Tag: Dalaba – Farana – Kissidougou

Während das Fouta Djalon hauptsächlich von den Peulh besiedelt ist, kommen wir nun in eine von den Malinké bewohnte Region. Graslandschaften beherrschen das Landschaftsbild, riesige Ebenen mit pilzförmigen Termitenbauten, Felder auf denen vereinzelt Baobab-Bäume wachsen. Mit der Überquerung des Flusses Tinkisso befinden wir uns in Oberguinea. Unterwegs besuchen wir einige interessante Dörfer. Am Nachmittag besichtigen wir in Kissidougou das kleine Museum mit einigen schönen Masken und Gebrauchsgegenständen.

6. Tag Kissidougou – Nzérékoré

Auf der heutigen Fahrt wird die Landschaft grüner und hügeliger. Mit Ankunft in Guékédou erreichen wir Waldguinea, wobei vom ursprünglichen Regenwald nur noch Waldinseln übriggeblieben sind. Bei allen Stämmen Waldguineas spielt die Ahnenverehrung eine zentrale Rolle. Die Toten sind überall präsent und bestimmen den Alltag der Menschen. Der Hexenglaube ist weit verbreitet und der Hexenmeister nimmt innerhalb der Dorfgemeinschaft eine zentrale Funktion ein. Die bei Nzérékoré lebenden Guerzé haben wegen der abgeschiedenen Lage ihre Kulte und Bräuche bis heute unverändert erhalten.

Anthropologisch und landschaftlich gehört Waldguinea sicherlich zu den Höhepunkten einer jeden Westafrika-Reise. Die einzelnen Dörfer haben kaum Verbindung untereinander und gelten als autonome Bezirke. Kurz nach Guéckédou ragt links ein imposanter, zuckerhutförmiger Berg in den Himmel, der Kultstätte ist und als heilig gilt. Wir besuchen mehrere Dörfer unterwegs. Auf unserem Weg liegt auch das in Hügel eingebettete Städtchen Macenta, früher wichtigster Ort in Waldguinea.

Nach der Ankunft in Nzérékoré (ca. 310 km) besuchen wir das kleine ethnologische Museum. Hoffentlich ist der Museumsdirektor vor Ort, der mit berechtigtem Stolz die beeindruckende Sammlung von Masken, Kult- und Gebrauchsgegenständen erklärt. Der Museumsbesuch stellt eine gute Einführung in die Sitten und Gebräuche der Region dar, in der bis heute noch Fetischpriester Diebe entlarven, ein ausgeprägter Maskenkult herrscht und sogar noch Menschen im heiligen Wald geopfert worden sind.

7. Tag: Ausflug nach Bossou  

Heute fahren wir in das südlich von Lola gelegene Dorf Bossou (ca. 60 km). In der Nähe befindet sich eine geschützte Schimpansenkolonie mit ca. 20 Tieren. Ein besonderes Erlebnis ist die Schimpansenpirsch mit einem örtlichen Führer. Wir wandern auf kleinen Urwaldpfaden und suchen die verschiedenen Schimpansenfamilien auf, erfahren viel über ihre Lebensweise und haben genügend Zeit, die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und zu fotografieren. Die Kolonie wird von einem japanischen Forscherteam betreut, das in den letzten Jahren spektakuläre Erfolge in der Schimpansenforschung erzielen konnte. Anschließend Rückfahrt nach Nzérékoré. 

8. Tag: Nzérékoré – Gbarnga 

Am frühen Morgen brechen wir auf und fahren nach Ganta zur Grenze nach Liberia. Das heutige Liberia entstand Mitte des 19. Jh. durch den Zusammenschluss mehrerer Ansiedlungen, die seit 1822 von befreiten Sklaven aus den USA, insbesondere durch die „American Colonization Society“, gegründet worden waren. Diese Siedlungen standen zunächst unter amerikanischer Gouverneursverwaltung.

1847 erklärte der erste liberianische Kongress seine Unabhängigkeit. Im Dezember 1989 kam es zum Bürgerkrieg. Nach Eingreifen einer afrikanischen Friedenstruppe konnte im Jahr 2003 Präsident Charles Taylor zum Rücktritt gezwungen werden. Im Januar 2006 wurde die als Siegerin aus den Präsidentschaftswahlen hervorgegangene neue Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf vereidigt. Mittlerweile ist der ehemalige Weltfußballer George Weah Präsident Liberias. Nach Erledigung der Grenzformalitäten Weiterfahrt nach Gbarnga zur dortigen, sehr einladenden katholischen Missionsstation (ca. 170 Tageskilometer). 

09. Tag: Gbarnga – Monrovia

Nach dem Frühstück beginnen wir unsere Fahrt in die Hauptstadt. Unterwegs machen wir einen Abstecher zur Firestone-Gummiplantage mit dem ehemals größten Reifenwerk in Afrika. Die Stadt Monrovia, benannt nach dem amerikanischen Präsidenten James Monroe, wurde 1821 von der Amerikanischen Kolonialgesellschaft gegründet. Ende des 19. Jh. besaß Monrovia einen nicht allzu großen Hafen und bestand nur zu einem kleinen Teil aus Steingebäuden, im Übrigen aus Hütten.

Nach dem 14-jährigen Bürgerkrieg ist die Infrastruktur Liberias fast völlig zerstört, die Spuren auch in der Hauptstadt unübersehbar. Am Nachmittag besuchen wir die National Hall und die Freimaurerloge sowie das Nationalmuseum.

10. Tag: Monrovia – Kenema 

Heute verlassen wir Monrovia und fahren zur Grenze Liberia/Sierra Leone. Sierra Leone war bis zum 15. Jh. Bestandteil des Reiches Mali und wurde im Jahr 1462 vom Portugiesen Pedro da Cinta entdeckt. Gegen 1780 erwarben die Briten von den Stammesführern ein Gebiet in der Größe von etwa 250 km², das für die Ansiedlung afrikanischer Sklaven aus Großbritannien und den USA bestimmt war. 1808 wurde es zu einem Gebiet der britischen Krone und erhielt 1961 die Unabhängigkeit.

1994 begann ein Bürgerkrieg, der mit äußerster Brutalität geführt und durch den illegalen Handel mit Diamanten finanziert wurde. Durch britische Militärintervention konnte der Krieg beendet und der politische und wirtschaftliche Wiederaufbau eingeleitet werden. In Sierra Leone leben 16 ethnische Gruppen, die größte ist der Stamm der Mende, gefolgt von den Temne und den Limba. Nach Erledigung der Grenzformalitäten geht es weiter nach Kenema. 

11. Tag: Ausflug zu einer Diamantenmine

Kenema ist eines der Zentren für den Diamantenabbau. Zumeist werden die Diamanten von Einheimischen in traditioneller Weise zutage gefördert. Wir besichtigen eine solche Mine, die auch von Königin Elisabeth schon aufgesucht wurde. Anschließend besuchen wir einen Diamantenhändler. Hier bekommen wir Steine in unterschiedlicher Qualität zu sehen. Dieser Markt wird seit langer Zeit von Libanesen beherrscht. 

12. Tag: Kenema – Bo – Freetown 

Am Vormittag fahren wir zunächst in die alte Hauptstadt Bo. Anschließend geht es weiter in die auf einer Halbinsel am Atlantik gelegene Hauptstadt Freetown. Die Stadt verfügt über den drittgrößten Naturhafen der Welt. 

13. Tag: Freetown 

Am Vormittag unternehmen wir eine Stadtrundfahrt in Freetown. Wir sehen u.a. St. George’s Cathedral und St. John’s Maroon Church, das Sklaventor und die ‚portugiesische Treppe‘. Am Nachmittag unternehmen wir einen Ausflug in den Regenwald zum Tacugama-Schimpansenprojekt. Im Jahr 1995 gegründet, nimmt es Waisen und gerettete Tiere auf, die halbwild in Gruppen auf dem ausgedehnten Gelände inmitten grüner Hügel zusammenleben. Rückfahrt zum Hotel. 

14. Tag: Freetown 

Der Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Entspannen Sie am herrlichen Strand oder entdecken Sie noch einmal die Stadt. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen und Antritt der Rückreise. 

15. Tag: Ankunft in Deutschland
 

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ReiseInformationen

Leistungen

  • Transfers und Rundreise gemäß Reisebeschreibung in guten klimatisierten Fahrzeugen
  • Alle Ausflüge (außer als optional/auf eigene Kosten gekennzeichnet)
  • 13 Übernachtungen in guten landestypischen Hotels (siehe Hotelplan)
  • Verpflegung: Frühstück
  • Spritkosten, Eintrittsgelder für Besichtigungen
  • Englisch/Deutsch sprechende Reiseleitung und lokale Führer

Preise

5.490 €

3.290 €

2.890 €

2.760 €

Zusatzleistungen

  • Langstreckenflüge ab Deutschland kosten ca. 700 - 900 €
  • Einzelzimmerzuschlag: 350 €

Visas

Visum

Guinea: Kostenpflichtiges Visum erforderlich (zzt. ca. 60 €)

Liberia: Kostenpflichtiges Visum erforderlich (zzt. ca. 75 €)

Sierra Leone: Kostenpflichtiges Visum erforderlich (zzt. ca. 100 €)

Auf Wunsch kümmert sich Ivory Tours um das Visum gegen eine geringe Gebühr von 25 € pro Visum.

Impfungen

Erforderlich:

Empfohlen:

Länderinfos

Nähere Informationen zu Land und Leuten finden Sie hier.

Reisetermine

Individualreise

Abflug von jedem größeren Flughafen jederzeit möglich.

 

 

Gruppenreise

Nähere Informationen auf Anfrage.

 

Termine: 

  • 13. - 27.04.2019

 

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