12 Tage
auf Anfrage
2.790 €
2.290 €
2.190 €
Geheimnisvolles Westafrika
Kulturreise Togo & Benin
- Geführte Privatreise mit kompetenter Reiseleitung (auch Gruppentermine verfügbar)
- Uralte Kulturen und Traditionen erleben
- Detaillierte Hintergründe zum Animismus
- Besuch des Fetischmarkts in Lomé
- Feuertanz der Tem und Fetischpriester der Tanekas
- Voodoohauptstadt Ouidah
- Abschluss am traumhaften Atlantikstrand
Diese außergewöhnliche Reise durch Togo und Benin führt Sie mitten hinein in eine der geheimnisvollsten Regionen Westafrikas. Hier prägen uralte Traditionen und animistische Glaubenssysteme bis heute den Alltag vieler Völker und Gruppen.
Selbst im modernen Lomé, Togos Hauptstadt, stoßen Sie nicht nur auf modernes, urbanes Leben und Spuren kolonialer Vergangenheit, sondern machen auf dem berühmten Fetischmarkt Akodésséwa erste Erfahrungen mit Mystik und Magie. Weiter im Landesinneren begegnen Sie faszinierenden Handwerkskünsten und erleben mystische Rituale wie den Feuertanz der Tem, bei dem die Grenzen zwischen Körper und Geist zu verschwimmen scheinen.
Im hügeligen Norden Togos tauchen Sie ein in die Welt der Batammariba, deren Lehmburgen und Körperrituale ein lebendiges Zeugnis ihrer Identität darstellen. In Benin erleben Sie schließlich die spirituelle Tiefe des Voodoo-Kults – sei es beim Besuch des mächtigen Dankoli-Schreins oder in Ouidah, dem spirituellen Zentrum des Voodoo. Eine Reise voller Geschichten, Kulturen und Glaubenswelten – intensiv, eindrucksvoll und unvergesslich..
Alljährlich am 10. Januar findet in Ouidah, Benin, das große Voodoofest statt. Sie können Ihre Privatreise passend legen oder sich der Gruppenreise anschließen, die Ivory Tours jedes Jahr zu diesem Großereignis anbietet.
Impressionen
Reiseverlauf
1. Tag: Flug nach Lomé
Empfang am Flughafen und Transfer zum Hotel.
2. Tag: Lomé
Togos Hauptstadt – einst als „Perle Westafrikas“ bezeichnet – hat zwar einiges an Glamour verloren, aber nichts von ihrem Charme und ihrer Lässigkeit eingebüßt. Die Stadt hat eine ungewöhnliche Geschichte, stand sie doch unter deutscher, britischer und schließlich französischer Kolonialherrschaft. Und dennoch treffen Sie selbst hier an manchen Orten noch auf das mystische Westafrika.
Sie unternehmen einen Stadtrundgang, der Sie u.a. auf den bunten "Grand Marché" führt, haben Zeit für einen Museumsbesuch (z.B. das Nationalmuseum oder das von Museumskritikern eher hervorgehobene Musée International du Golfe de Guinée; jeweils nicht täglich geöffnet, jeweils Eintritt vor Ort zu bezahlen) und machen erste Erfahrungen mit Mystik und Magie auf dem berühmten Fetischmarkt Akodésséwa.
Neben verschiedenen Gegenständen und Substanzen, die für Voodoo-Prozeduren benötigt werden, sind es vor allem die Teile aller möglichen Tiere, die einen zugleich faszinieren und erschaudern lassen: Köpfe von Hunden, Katzen, Pferden, Krokodilen, Affen, Elefanten, Büffeln, ganze Vögel, Echsen, Chamäleons, Schlangen, Skorpione, Füße, Krallen, Haare und vieles mehr. Alles dient bestimmten Zwecken und Kulten und wird von der Bevölkerung bzw. Voodoo-Praktizierenden hier gekauft und für ihre Zeremonien verwendet.
3. Tag: Lomé – Kpalimé
Nach dem Frühstück verlassen Sie Lomé und fahren entlang der Grenze zu Ghana nach Kpalimé. Die Stadt, heute ein Zentrum des Handels und des Kunsthandwerks, liegt idyllisch in einer hügeligen Landschaft und war schon bei den deutschen Kolonialherren aufgrund ihrer Höhenlage ein beliebtes Ausflugsziel.
Neben einer Erkundung der Stadt steht heute eine Wanderung in der Umgebung von Kpalimé auf dem Programm, um die Flora und Fauna der Region kennenzulernen. Die Wanderwege führen durch Palmenhaine, Bananenplantagen und Kaffee- und Kakaofelder. In den waldreicheren Gebieten trifft man u.a. auf Ebenholzbäume, Mahagoni und riesige Yuccas.
4. Tag: Kpalimé – Atakpamé – Sokodé
Heute geht es weiter in den Norden, wo Sie im kleinen Städtchen Atakpamé Halt machen. Die Gegend wurde im 19. Jahrhundert von den Völkern der Ewe und Yoruba besiedelt und ist bekannt für die Herstellung der bunten "Kente"-Stoffe. Diese werden aus lokaler Baumwolle gefertigt und waren früher nur für Könige bestimmt.
Laut der mündlichen Überlieferung des Ewe-Volkes reicht die Kunst des Webens bis ins 16. Jahrhundert zurück. Heute wird diese altehrwürdige Fertigkeit offiziell von der togoischen Chambre des Métiers reguliert. Wer Kente-Stoffweber werden möchte, muss nun eine strenge dreijährige Ausbildung absolvieren, bevor er seine Zertifizierung bekommt.
Anschließend fahren Sie weiter nach Sokodé. Hier erleben Sie bei Nacht den sogenannten Feuertanz. Begleitet von Trommeln vollziehen die Tem hier ein uraltes Ritual: Hypnotisiert durch den Rhythmus verfallen sie in einen Trancezustand, wobei sie für Feuer und Schmerz unempfindlich werden. Die Tänzer bestreichen ihre Körper mit brennenden Holzstücken und legen sich teilweise auch ins Feuer, ohne dabei Schmerzen zu empfinden oder Verbrennungen zu bekommen. Einige „beißen“ sogar in die Glut ohne sichtbare Blasen oder Verletzungen zu erleiden. Ist es eine Frage des Mutes? Oder sind es doch die Fetische, die sie vor dem Feuer schützen? Auf alle Fälle ist es ein spektakuläres Erlebnis.
5. Tag: Sokodé – Kara
Nach dem Frühstück fahren Sie durch eine malerische Hügellandschaft, bis Sie die Dörfer der Kabyé erreichen. Die Kabyé leben in sogenannten "Soukala", traditionellen Gehöften aus mehreren Lehmhäusern. In einem Dorf haben Sie die Gelegenheit, ein wenig in den Alltag der Kabyé einzutauchen: Die Frauen stellen hier traditionelle Tontöpfe her, während die Männer mit schweren Steinen aus Eisen Werkzeug fertigen. Anschließend geht es weiter nach Kara.
6. Tag: Kara – Natitingou (Benin)
Am Morgen geht weiter über das Atakora-Gebirge in die Region Koutammakou, dem Land der Batammariba, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die Menschen hier, mal Batammariba, mal Tamberma genannt, leben in imposanten Lehmburgen und sind für ihre Traditionen und Riten berühmt. Etwa, dass sie sich feine Narben in kunstvollen Mustern in ihre Gesichter und Körper ritzen. Im Anschluss führt Sie die Reise weiter nach Benin. Nach Erledigung der Grenzformalitäten fahren Sie durch das Land der Somba, deren Lehmhäuser denen ihrer Nachbarn in Togo ähneln, nach Natitingou.
7. Tag: Natitingou – Djougou – Dassa-Zoumé
Auf dem Weg in den Süden besuchen Sie nicht weit von Djougou ein Dorf der Taneka (auch Tangba genannt). Sie gelten als magisches Volk, das am tiefsten in der animistischen Tradition verwurzelt ist. Die Taneka suchten historisch in den Höhlen dieser gebirgigen Region Zuflucht, um den Sklavenhändlern aus dem Süden und der Islamisierung aus dem Norden zu entkommen. Hier begannen sie, ihre eigenen sozialen Regeln aufzustellen, die bis heute ihre kulturelle Identität bewahren. Eine besondere Rolle spielen dabei beispielsweise die Initiationsrituale junger Männer, bei denen Ochsenopfer dargebracht werden.
Die spirituellen Führer oder Fetisch-Priestern der Taneka werden Sie an ihrem Lederschurz, dem typischen Kopfschmuck und der langen Pfeife erkennen. Sie sind die Hüter der Religion, aber auch des Wissens, das von Generation zu Generation vererbt wird, und geben eine eindrucksvolle Erscheinung ab.
Nach dem Besuch fahren Sie weiter zum Tagesziel Dassa-Zoumé. Kurz vor der Ankunft halten Sie noch in Savalou, wo Sie den berühmten Dankoli-Schrein besuchen. So unscheinbar dieser Ort wirkt, so bedeutend ist er, denn er soll einen der mächtigsten Voodoo-Götter beherbergen. Animistische Pilger kommen von weit her, um hier Opfergaben zu bringen und mit den Göttern zu kommunizieren.
8. Tag: Dassa-Zoumé – Abomey
Am Morgen unternehmen Sie eine kurze Wanderung in der Umgebung von Dassa-Zoumé. Die Gegend wird von einer Reihe von markanten Granithügeln überragt. Einen dieser Hügel werden Sie auf einer morgendlichen Wanderung „erklimmen“. Anschließend geht es weiter nach Abomey, der einstigen Hauptstadt des Fon Königreichs Dahomey. Dort besichtigen Sie den Königspalast (Unesco-Weltkulturerbe), in dem eine bedeutende Kunstsammlung und das historische Museum untergebracht sind. Königliche Insignien und Juwelen sowie zahlreiche Kultgegenstände sind dort ausgestellt. Im Thronsaal wird der mit Menschenschädeln geschmückte Sitz von König Ghezo gezeigt.
9. Tag: Abomey – Ganvié – Ouidah
Nach dem Frühstück setzen Sie die Fahrt in den Süden fort, bis Sie das Ufer des Nokwe-Sees erreichen. Hier steigen Sie in ein motorisiertes Boot und legen die letzte Strecke bis Ganvié auf dem Wasser zurück. Ganvié ist das größte Pfahldorf Afrikas. Die Einwohner betreiben ausschließlich Lagunenfischerei und führen in den aus Balken und Palmrippen konstruierten und mit dickem Schilfdach bedeckten Häusern ein sehr bescheidenes und anspruchsloses Leben. Isoliert inmitten des Sees gelegen, hat es seinen besonderen Charakter bewahrt. Mit einer traditionellen Piroge erkunden Sie die das Dorf, dessen Einwohner überwiegend der ethnischen Gruppe der Tofinou angehören.
Anschließend fahren Sie weiter an die Atlantikküste zum schönen Strandhotel Casa del Papa, unweit von Ouidah.
10. Tag: Ouidah
Ouidah wurde ursprünglich Ajudá genannt und war Hauptstadt des stark bevölkerten, wohlhabenden Königreiches Sahé (Savi). Heute zieht die Stadt vor allem als Wallfahrtsort Voodoo-Pilger an. Ausführlich besichtigen Sie die Stadt und ihre Tempel und bekommen einen Einblick in die Kultur des "Voodoo", die hier allgegenwärtig ist. Alljährlich findet in Ouidah am 10. Januar das große Voodoofest statt, zu dem Menschen aus ganz Westafrika herbeiströmen.
Zu einem Besuch von Ouidah gehört aber auch ein Abstecher zum "Tor ohne Wiederkehr", dem symbolischen Ende der historischen Sklavenroute. Von hier aus wurden einst Sklaven auf die Schiffe verfrachtet, die sie in die sogenannte Neue Welt bringen sollten.
Sie können an dieser Stelle einige Strandtage anhängen.
11.Tag: Ouidah – Cotonou – Rückflug
Den Tag über können Sie noch den Strand und das Meer genießen, bevor Sie am Abend zum Flughafen gebracht werden und Ihren Rückflug antreten.
12. Tag: Ankunft in Deutschland
ReiseInformationen
Leistungen
- Transfers und Rundreise gemäß Reisebeschreibung in guten klimatisierten Fahrzeugen
- Alle Ausflüge (außer als optional/auf eigene Kosten gekennzeichnet)
- 10 Übernachtungen in guten landestypischen Hotels (siehe Hotelplan)
- Verpflegung: Frühstück
- Spritkosten, Eintrittsgelder für Besichtigungen
- Englisch- ggf. deutschsprechende Reiseleitung und lokale Führer
Preise
auf Anfrage
2.790 €
2.290 €
2.190 €
Zusatzleistungen
- Langstreckenflüge ab Deutschland kosten ab ca. 700 €
- Einzelzimmerzuschlag: 410 €
Visas
Benin: Kostenpflichtiges E-Visum erforderlich (zzt. ca. 50 €)
Togo: Kostenpflichtiges E-Visum erforderlich (zzt. ca. 30 €)
Impfungen
Erforderlich:
Gelbfieberimpfung
Empfohlen:
Malaria-Prophylaxe
Länderinfos
Nähere Informationen zu Land und Leuten finden Sie hier.
Reisetermine
Individualreise
Abflug von jedem größeren Flughafen jederzeit möglich.
Gruppentermine
Jedes Jahr organisiert Ivory Tours eine Gruppenreise zum Voodoofest in Ouidah. Nähere Informationen finden Sie hier.