+49 9122 88 65 730

Mo - Fr

9 - 17 Uhr

Mittagspause

12 - 13 Uhr

Hembacher Strasse 1
91126 Rednitzhembach

Reisetyp
Dauer

15 Tage

Preise in €

auf Anfrage

3.590 €

2.990 €

2.790 €

Erlebnisreise Westafrika

Ghana, Togo & Benin

  • Geführte Privatreise mit kompetenter Reiseleitung (auch Gruppentermine verfügbar)
  • Frühkoloniale Festungen an der Goldküste: Elmina & Cape Coast
  • Ashanti-Kultur (Unesco-Weltkulturerbe)
  • Detaillierte Hintergründe zum Animismus
  • Feuertanz der Tem und Fetischpriester der Tanekas
  • Voodoohauptstadt Ouidah
  • Abschluss am traumhaften Atlantikstrand

In Westafrika ist der Mythos des "Schwarzen Kontinents" noch deutlich zu spüren. Diese ausführliche Reise durch drei Länder bietet herrliche Landschaftspanoramen von Feuchtwäldern und Lagunen im Süden bis zu Trockensavanne und Gebirgsketten im Norden und präsentiert Ihnen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Kulturen.

Während in Ghana die jüngere Kolonialgeschichte in den Festungen an der ehemaligen Goldküste erlebbar wird und das Ashanti-Gebiet um Kumasi einen Schwerpunkt bildet, führt Sie das Programm in Togo und Benin mitten hinein in die uralten Traditionen und animistischen Glaubenssysteme, die bis heute den Alltag vieler Völker und Gruppen prägen.

Sie begegnen faszinierenden Handwerkskünsten und erleben mystische Rituale wie den Feuertanz der Tem, bei dem die Grenzen zwischen Körper und Geist zu verschwimmen scheinen. Im hügeligen Norden Togos tauchen Sie ein in die Welt der Batammariba, deren Lehmburgen und Körperrituale ein lebendiges Zeugnis ihrer Identität darstellen. In Benin erleben Sie schließlich die spirituelle Tiefe des Voodoo-Kults – sei es beim Besuch des mächtigen Dankoli-Schreins oder in Ouidah, dem spirituellen Zentrum des Voodoo.

Alljährlich am 10. Januar findet in Ouidah, Benin, das große Voodoofest statt. Sie können Ihre Privatreise passend legen oder sich der Gruppenreise anschließen, die Ivory Tours jedes Jahr zu diesem Großereignis anbietet.

Reiseverlauf

1. Tag: Flug nach Accra

Empfang am Flughafen und Transfer zum Hotel. 

Wer möchte, kann zu Beginn eine zweite Nacht in Accra verbringen und Ghanas pulsierende Hauptstadt besser kennen lernen.

2. Tag: Accra – Cape Coast – Elmina

Nach dem Frühstück verlassen Sie Accra und fahren die Küste entlang in Richtung Westen. Nach etwa 150 Kilometern erreichen Sie Cape Coast mit seinem Castle, das seinerzeit Sitz der englischen Kolonialregierung an der damaligen Goldküste war und heute als Museum dient, in dem die Geschichte der Sklaverei dokumentiert ist.

Nach dem Besuch des Castles geht es weiter nach Elmina, das unweit von Cape Coast liegt. Check-in im schönen Hotel direkt am Meer. Wenn Sie möchten, können Sie am Nachmittag noch das St. George's Castle (Elmina Castle) besuchen, das 1482 von den Portugiesen als erster Handelsstützpunkt an der Küste Schwarzafrikas erbaut wurde. Wie Cape Coast Castle gehört es zum Unesco-Weltkulturerbe und ist ein eindrucksvolles Mahnmal des transatlantischen Sklavenhandels. Die Führungen hier sind wie in Cape Coast bewegend und aufschlussreich zugleich.

Wer möchte, kann vor dem langen Fahrttag morgen einen zweite Nacht in Elmina am Meer verbringen und einen Ausflug in den Regenwald des Kakum-Nationalparks mit seinem Hängebrückenpfad unternehmen. 

3. Tag: Elmina – Assin Manso – Kumasi

Nach dem Frühstück machen Sie sich auf den längeren Weg nach Kumasi. Unterwegs tauchen Sie in Assin Manso ein weiteres Mal in Ghanas koloniale Vergangenheit ein. Sie besuchen die „Slave Ancestral River Site“, wo die Sklaven vor dem Transport nach Übersee ein letztes Mal auf afrikanischem Boden ein Bad nahmen. Heute ist an der Stelle eine große Gedenkstätte mit Museum und Lehrpfad entstanden. Auch gibt es eine „Memorial Wall of Return“, eine Gedenkwand, an der Besucher (insbesondere Afroamerikaner) ihre Namen verewigen als Zeichen der Rückkehr zu ihren Wurzeln. Die Gebeine zweier Rückkehrer aus den USA und Jamaika, die 1998 feierlich „umgebettet“ wurden und nun hier begraben sind, markieren ebenfalls die Rückbesinnung und symbolische Heimkehr. Sie schlafen heute am südlichen Rand von Kumasi, um sich den nie enden wollenden Stau durch die Stadt nach der langen Fahrt zu ersparen.

4. Tag: Kumasi

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Ashanti. Das Ashanti-Reich war einst eines der mächtigsten in Westafrika und auch heute noch sind die Ashanti ein bedeutendes Volk mit eigenem König. Nach dem Frühstück spazieren Sie durch das Cultural Centre in einem Park mit Kunstgalerien und Handwerksateliers. Ganz in der Nähe befindet sich auch das „Okomfo Anokye Sword" – ein in den Boden eingegrabenes Schwert, das ein Symbol der Ashanti ist. Es wird gesagt, dass es vor etwa 300 Jahren von einem Hohepriester namens Okomfo Anokye in den Boden gestoßen wurde und seitdem nicht mehr bewegt werden konnte.

Anschließend besuchen Sie das Manhyia Palace Museum, einstiger Sitz des Ashanti-Königs, das Ihnen die Geschichte, Symbolik und Machtstruktur der Ashanti näherbringt. Ein Erlebnis der besonderen Art ist schließlich der Besuch des riesigen Kejetia-Markts – ein Labyrinth aus über 10.000 Ständen und für Augen, Ohren und Nase sehr eindrücklich!

Wenn Zeit bleibt, können Sie das alte englische Fort besuchen, in dem sich heute das Militärmuseum befindet – ein interessanter Ort zur Kolonial- und Militärgeschichte Ghanas. 

5. Tag: Kumasi – Akosombo

Heute steht ein weiterer längerer Fahrttag an, der Sie in östlicher Richtung nach Akosombo führt. Unterwegs kommen Sie an Dörfern vorbei und können den einen oder anderen Stopp einlegen, um einen Eindruck vom ghanaischen Landleben zu bekommen. Akosombo liegt südlich des Volta-Stausees, der nicht nur der größte künstliche See Afrikas ist, sondern auch einen Meilenstein der modernen Entwicklung Ghanas darstellt. Die Wasserkraftwerke versorgen Ghana und auch seine Nachbarländer mit Strom.

Akosombo und seine Umgebung ist (wie auch das schöne Hotel) ein idyllisches Plätzchen. Wer möchte, kann hier eine zweite Nacht und einen entspannten Tag samt Bootstour auf dem Volta-Fluss verbringen. 

6. Tag: Akosombo – Amedzofe – Wli-Wasserfälle – Kpalimé (Togo)

Ein erlebnisreicher Ausflugstag führt Sie heute ins grüne Herz der Volta-Region. Nach dem Frühstück fahren Sie nach Amedzofe, dem höchstgelegenen Dorf Ghanas auf über 600 Metern. Beim Spaziergang zum „German Cross“ am Gipfel des Mount Gemi haben Sie einen tollen Panoramablick über das Akwapim-Togo-Gebirge. Nach einem Besuch der langsam verfallenden deutschen Kirche erwartet Sie ein kurzer Canopy Walk über den Baumwipfeln am Amedzofe Wasserfall – eine schöne Erfahrung, die auch etwas Sportlichkeit erfordert, da der „Einstieg“ zum Baumkronenpfad über 259 Stufen führt.

Anschließend fahren Sie weiter zu den Wli-Wasserfällen. Schmetterlinge begleiten Sie auf dem halbstündigen Spaziergang durch den Regenwald zum unteren Teil der höchsten Wasserfälle Westafrikas. Wenn Sie sich die angrenzenden Felswände genau anschauen, können Sie Tausende Fledermäuse erkennen, die an den Felsen tagsüber „herumhängen“.

Anschließend fahren Sie zur Grenze und nach Erledigung der Formalitäten weiter nach Kpalimé. Die Stadt, heute ein Zentrum des Handels und des Kunsthandwerks, liegt idyllisch in einer hügeligen Landschaft und war schon bei den deutschen Kolonialherren aufgrund ihrer Höhenlage ein beliebtes Ausflugsziel.

7. Tag: Kpalimé – Atakpamé – Sokodé

Heute geht es weiter in den Norden, wo Sie im kleinen Städtchen Atakpamé Halt machen. Die Gegend wurde im 19. Jahrhundert von den Völkern der Ewe und Yoruba besiedelt und ist bekannt für die Herstellung der bunten "Kente"-Stoffe. Diese werden aus lokaler Baumwolle gefertigt und waren früher nur für Könige bestimmt.

Laut der mündlichen Überlieferung des Ewe-Volkes reicht die Kunst des Webens bis ins 16. Jahrhundert zurück. Heute wird diese altehrwürdige Fertigkeit offiziell von der togoischen Chambre des Métiers reguliert. Wer Kente-Stoffweber werden möchte, muss nun eine strenge dreijährige Ausbildung absolvieren, bevor er seine Zertifizierung bekommt.

Anschließend fahren Sie weiter nach Sokodé. Hier erleben Sie bei Nacht den sogenannten Feuertanz. Begleitet von Trommeln vollziehen die Tem hier ein uraltes Ritual: Hypnotisiert durch den Rhythmus verfallen sie in einen Trancezustand, wobei sie für Feuer und Schmerz unempfindlich werden. Die Tänzer bestreichen ihre Körper mit brennenden Holzstücken und legen sich teilweise auch ins Feuer, ohne dabei Schmerzen zu empfinden oder Verbrennungen zu bekommen. Einige „beißen“ sogar in die Glut ohne sichtbare Blasen oder Verletzungen zu erleiden. Ist es eine Frage des Mutes? Oder sind es doch die Fetische, die sie vor dem Feuer schützen? Auf alle Fälle ist es ein spektakuläres Erlebnis.

8. Tag: Sokodé – Kara 

Nach dem Frühstück fahren Sie durch eine malerische Hügellandschaft, bis Sie die Dörfer der Kabyé erreichen. Die Kabyé leben in sogenannten "Soukala", traditionellen Gehöften aus mehreren Lehmhäusern. In einem Dorf haben Sie die Gelegenheit, ein wenig in den Alltag der Kabyé einzutauchen: Die Frauen stellen hier traditionelle Tontöpfe her, während die Männer mit schweren Steinen aus Eisen Werkzeug fertigen. Anschließend geht es weiter nach Kara.

9. Tag: Kara – Natitingou (Benin)

Am Morgen geht weiter über das Atakora-Gebirge in die Region Koutammakou, dem Land der Batammariba, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die Menschen hier, mal Batammariba, mal Tamberma genannt, leben in imposanten Lehmburgen und sind für ihre Traditionen und Riten berühmt. Etwa, dass sie sich feine Narben in kunstvollen Mustern in ihre Gesichter und Körper ritzen. Im Anschluss führt Sie die Reise weiter nach Benin. Nach Erledigung der Grenzformalitäten fahren Sie durch das Land der Somba, deren Lehmhäuser denen ihrer Nachbarn in Togo ähneln, nach Natitingou.

10. Tag: Natitingou – Djougou – Dassa-Zoumé

Auf dem Weg in den Süden besuchen Sie nicht weit von Djougou ein Dorf der Taneka (auch Tangba genannt). Sie gelten als magisches Volk, das am tiefsten in der animistischen Tradition verwurzelt ist. Die Taneka suchten historisch in den Höhlen dieser gebirgigen Region Zuflucht, um den Sklavenhändlern aus dem Süden und der Islamisierung aus dem Norden zu entkommen. Hier begannen sie, ihre eigenen sozialen Regeln aufzustellen, die bis heute ihre kulturelle Identität bewahren. Eine besondere Rolle spielen dabei beispielsweise die Initiationsrituale junger Männer, bei denen Ochsenopfer dargebracht werden.

Die spirituellen Führer oder Fetisch-Priestern der Taneka werden Sie an ihrem Lederschurz, dem typischen Kopfschmuck und der langen Pfeife erkennen. Sie sind die Hüter der Religion, aber auch des Wissens, das von Generation zu Generation vererbt wird, und geben eine eindrucksvolle Erscheinung ab.

Nach dem Besuch fahren Sie weiter zum Tagesziel Dassa-Zoumé. Kurz vor der Ankunft halten Sie noch in Savalou, wo Sie den berühmten Dankoli-Schrein besuchen. So unscheinbar dieser Ort wirkt, so bedeutend ist er, denn er soll einen der mächtigsten Voodoo-Götter beherbergen. Animistische Pilger kommen von weit her, um hier Opfergaben zu bringen und mit den Göttern zu kommunizieren.

11. Tag: Dassa-Zoumé – Abomey

Am Morgen unternehmen Sie eine kurze Wanderung in der Umgebung von Dassa-Zoumé. Die Gegend wird von einer Reihe von markanten Granithügeln überragt. Einen dieser Hügel werden Sie auf einer morgendlichen Wanderung „erklimmen“. Anschließend geht es weiter nach Abomey, der einstigen Hauptstadt des Fon Königreichs Dahomey. Dort besichtigen Sie den Königspalast (Unesco-Weltkulturerbe), in dem eine bedeutende Kunstsammlung und das historische Museum untergebracht sind. Königliche Insignien und Juwelen sowie zahlreiche Kultgegenstände sind dort ausgestellt. Im Thronsaal wird der mit Menschenschädeln geschmückte Sitz von König Ghezo gezeigt.

12. Tag: Abomey – Ganvié – Ouidah

Nach dem Frühstück setzen Sie die Fahrt in den Süden fort, bis Sie das Ufer des Nokwe-Sees erreichen. Hier steigen Sie in ein motorisiertes Boot und legen die letzte Strecke bis Ganvié auf dem Wasser zurück. Ganvié ist das größte Pfahldorf Afrikas. Die Einwohner betreiben ausschließlich Lagunenfischerei und führen in den aus Balken und Palmrippen konstruierten und mit dickem Schilfdach bedeckten Häusern ein sehr bescheidenes und anspruchsloses Leben. Isoliert inmitten des Sees gelegen, hat es seinen besonderen Charakter bewahrt. Mit einer traditionellen Piroge erkunden Sie die das Dorf, dessen Einwohner überwiegend der ethnischen Gruppe der Tofinou angehören.

Anschließend fahren Sie weiter an die Atlantikküste zum schönen Strandhotel Casa del Papa, unweit von Ouidah.

13. Tag: Ouidah

Ouidah wurde ursprünglich Ajudá genannt und war Hauptstadt des stark bevölkerten, wohlhabenden Königreiches Sahé (Savi). Heute zieht die Stadt vor allem als Wallfahrtsort Voodoo-Pilger an. Ausführlich besichtigen Sie die Stadt und ihre Tempel und bekommen einen Einblick in die Kultur des "Voodoo", die hier allgegenwärtig ist. Alljährlich findet in Ouidah am 10. Januar das große Voodoofest statt, zu dem Menschen aus ganz Westafrika herbeiströmen.

Zu einem Besuch von Ouidah gehört aber auch ein Abstecher zum "Tor ohne Wiederkehr", dem symbolischen Ende der historischen Sklavenroute. Von hier aus wurden einst Sklaven auf die Schiffe verfrachtet, die sie in die sogenannte Neue Welt bringen sollten. 

Sie können an dieser Stelle einige Strandtage anhängen.

14. Tag: Ouidah – Cotonou – Rückflug

Den Tag über können Sie noch den Strand und das Meer genießen, bevor Sie am Abend zum Flughafen gebracht werden und Ihren Rückflug antreten.

15. Tag: Ankunft in Deutschland

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ReiseInformationen

Leistungen

  • Transfers und Rundreise gemäß Reisebeschreibung in guten klimatisierten Fahrzeugen
  • Alle Ausflüge (außer als optional/auf eigene Kosten gekennzeichnet)
  • 13 Übernachtungen in guten landestypischen Hotels (siehe Hotelplan)
  • Verpflegung: Frühstück
  • Spritkosten, Eintrittsgelder für Besichtigungen
  • Englisch- ggf. deutschsprechende Reiseleitung und lokale Führer

Preise

auf Anfrage

3.590 €

2.990 €

2.790 €

Zusatzleistungen

  • Langstreckenflüge ab Deutschland kosten ab ca. 700 €
  • Einzelzimmerzuschlag: 590 €

Visas

Ghana: Kostenpflichtiges E-Visum erforderlich (zzt. ca. 110 €). Alternativ können Sie das Visum auch über Ivory Tours beim Honorarkonsulat in München beantragen.

Togo: Kostenpflichtiges E-Visum erforderlich (zzt. ca. 30 €)

Benin: Kostenpflichtiges E-Visum erforderlich (zzt. ca. 50 €)

Impfungen

Erforderlich:
Gelbfieberimpfung

Empfohlen:
Malaria-Prophylaxe

Länderinfos

Nähere Informationen zu Land und Leuten finden Sie hier.

Reisetermine

Individualreise

Abflug von jedem größeren Flughafen jederzeit möglich.

Gruppentermine

Jedes Jahr organisiert Ivory Tours eine Gruppenreise zum Voodoofest in Ouidah. Nähere Informationen finden Sie hier.

Reiseanfrageformular

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